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uns, daß Sie im Gästebuch Nr. 119 von onlinekunst.de lesen
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18 Einträge vom 19. Juni 2002 - 22. Juni 2002
Die Nacht
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(G.Büchner)
Niedersinkt des Tages goldner Wagen
und die stille Nacht schwebt leis`herauf
Still mit sanfter Hand des Herzens Klagen
Bringt uns Ruh im schweren Lebenslauf.
Ruhe gießt sie in das Herz des Müden,
Der ermattet auf der Pilgerbahn,
Bringt ihm wieder seinene stillen Frieden,
Den des Schicksals rauhe Hand ihm nahm.
Ruhig schlummernd liegen alle Wesen,
Feierns schließet sich das Heiligtum,
Tiefe Stille herrscht im weiten Reiche,
Alles schweigt im öden Kreis herum.
Und der Mond schwebt hoch am klaren Äther
Geußt sein sanftes Silberlicht herab;
Und die Sternlein funkeln in der Ferne
Schau`nd herab auf Leben und auf Grab.
Willkommen Mond, willkommen sanfter Bote
Der Ruhe in dem rauhen Erdental,
Verkündiger von Gottes Lieb und Gnade,
Des Schirmers n Gefahr und Mühsal.
Wilkommen Sterne,seid gegrüßt ihr Zeugen
Der Allmacht Gottes der die Welten lenkt
Der unter sllen Myriaden Wesen
Auch meiner voll von Lieb`und Gnade denkt.
Ja, heil´ger Gott, du bist der Herr der Welten
Du hast den Sonnenball emporgetürmt
Hast den Planeten ihre Bahn bezeichnet
Du bist es, der das All mit Allmacht schirmt
Unendlicher, den keine Räume fassen
Erhabener, den Keines Geist begreift,
Allgütiger, den alle Welten preisen,
Erbarmender,de r Sündern Gnade beut!
Erlöse gnädig uns von allenm Übel,
Vergib uns liebend jede Missetat,
Laß wandeeln uns auf deines Sohnes Wege,
Und siegen über Tod und über Grab
DICH und MICH gibt es auf dieser WELT nur EINMAL Sprichwort und Copyright: Obermaier Brigitte - 20.2.1995
SONNE von © Brigitte Obermaier, München, 2002-06-21 Hell und lockend die Sonne. Leuchtend wirft sie ihren Glanz. Lustvoll mit funkelnder Wonne. Auf unser verlockendes Land. Blütenkelche öffnen sich zum Bedienen.. Sie verstreuen den betörenden Duft. Vergibt den goldenen Saft an die Bienen. Süßlich eingehüllt in der wohlriechenden Luft. So sommerlich die sengende Hitze. wärmt uns mit heißer Glut. flimmert Geneigtheit zur Visite. Ekstase zu Mittag folgt Abends die Donner-Flut. Autorin www.Zauberblume.net Muenchen Bayern Datum 21.6.2002
SCHLAF von Francisca Stoecklin (1894-1931) Schwebe, sinke in die besternte Tiefe der Nacht. Neige dich gläubig dem Geheimnis des Schlafes. So leise naht er, der ewig Junge, ewig Verhüllte. Berührt die Lider der Wachenden zärtlich mit Mohn. Breitet Schleier der Vergessenheit über Wünschen und Leid. Nimmt dich ganz sanft in seine unentrinnbaren Arme. Entführt die Liebste dem Geliebten in sein unenträtselt Reich. Wo du vielleicht in ungeahnten Welten wandelst. Auf ferner Insel einer Traumgeliebten lächelst. Beim stillen Mahle mit geliebten Toten weilst. Oder aus langem, dumpfem Nichtsein, beschenkt mit neuen Kräften, in den Tag erwachst.
Nun ruhen alle Wälder
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( Paul Gerhardt )
Nun ruhen alle Wälder,
Vieh, Menschen,Städt` und Felder,
Es schläft die ganze Welt;
Ihr aber, meine Sinnen,
Auf, auf, ihr sollt beginnen,
Was eurem Schöpfer wohl gefällt!
Wo bist,du,Sonne, blieben ?
Die Nacht hat dich vertrieben,
die Nacht, des Tages Feind
Fahr hin! Ein`andre Sonne,
Mein Jesus, meine Wonne,
Gar hell in meinem Herzen scheint
Der Tag ist nun vergangen,
Die güldnen Sternlein prangen
Am blauen Himmelssaal;
So,so werd`ich auch stehen,
Wenn mich wird heiß gehen
Mein Gott aus diesem Jammertal.
Der Leib eilt nun zur Ruhe,
Legt ab das Kleid und Schuhe,
Das Bild der Sterblichkeit;
Die zieh`ich aus, dagegen
Wird Christus mir anlegen
Den Rock der Ehr`und Herrlichkeit
Das Häupt, die Füß`und Hände
Sind froh,daß nun zu Ende
Die Arbeit kommen sei;
Herz, freu dich, du sollst werden
Vom Elend dieser Erden
Und von der Sünden Arbeit frei.
Nun geht ihr matten Glieder,
Geht hin und legt euch nieder,
Der Betten ihr begehrt;
ES kommen Stund und Zeiten
Da man Euch wird bereiten
Zur Ruh ein Bettlein in der Erd.
Meine Augen stehn verdrossen,
Im Hui sind sie geschlossen,
Wo bleibt denn Leib und Seel?
Nimm sie zu deinen Gnaden,
Sei gut für alle Schaden,
Du Aug und Wächter Israel!
Breit aus dir Flügel beide,
O Jesu, meine Freude,
Und nimm dein Küchlein ein!
Will Satan mich verschlingen,
so laß die Englein singen:
Dies Kind soll unverletzt sein.
Einst gingen Theo und Thekla Lingen zu Fuß von Bamberg nach Bingen Man hörte sie Lieder singen geschrieben von Hildegard von Bingen
Die Welt ist allezeit schön
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( Barthold Hinrich Brockes )
Im Frühling prangt die schöne Welt
in einem fast smaragden Stein.
Im Sommer glänzt das reife Feld
Und scheint dem Golde gleich zu sein.
Im Herbste sieht man als Opalen
der Bäume bunte Blätter strahlen.
Im Winter schmückt ein Schein wie Diamant
und reines Silber Flur und Land
Ja kurz, wenn wir die Welt aufmerksam sehn
ist sie zu allen Zeiten schönSOMMER von Thekla Lingen (1866-1931) Sieh, wie sie leuchtet, Wie sie üppig steht, Die Rose - Welch satter Duft zu dir hinüberweht! Doch lose Nur haftet ihre Pracht - Streift deine Lust sie, Hältst du über Nacht Die welken Blätter in der heissen Hand ... Sie hatte einst den jungen Mai gekannt Und muss dem stillen Sommer nun gewähren - Hörst du das Rauschen goldener Aehren? Es geht der Sommer über's Land ...
UEBERRUNDET
Noch immer, doch mit weniger geduld
sehe ich den Schnecken bei ihren Wettlaeufen zu,
wie sie immer wieder gegen die zeit verlieren:
aber die Zeit gewinnt nicht,
sie vergeht nur.
VIER ZEILEN NUR
Alle Bleistifte angespritzt.
woerter auf Abruf.
Und doch wird ein Rest
ungesagt geblieben.
KARA
meldet mir wedelnd bildschoenste Motive
und winselt, sobald auf meinem Papier
wieder mal alles danebengeht.
G.Grass,'91
Liebe Frau Inga Schnekenburger,
und Team
danke herzlichst!1
bistra
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