| Als
der Heilige Franziskus gefragt wurde, warum er
und seine Brüder keinerlei Besitz haben, antwortete
er:
"Wenn
wir Besitz haben,
dann müssen wir auch Waffen haben,
um diesen Besitz zu verteidigen."
Der
Besitz, das "Dies ist meins, mein Eigentum"
ist für Franziskus die Quelle des Unfriedens.
Welch tiefe Wahrheit und Weisheit darin liegt,
können wir in der momentanen weltpolitischen Situation
sehen.
Gebet
um den Frieden in der Welt
Als Franziskus auf dem Berg La Verna die Wundmale
erhalten hatte,
schrieb er für Bruder Leo auf ein Blatt
den Lobpreis Gottes und seinen Segen:
"Der Herr segne und behüte dich.
Er zeige dir sein Angesicht und erbarme sich
deiner.
Er wende dir sein Antlitz zu und schenke dir
den Frieden. Der Herr segne dich."
Es ist weitgehend der Text des Aaronssegens aus
dem Buch Numeri.
Aber wo im biblischen Original die Bitte um das
Heil steht, dort steht bei Franziskus die Bitte
um den Frieden. Der Friede war für Franziskus
ein zentrales Thema. In dem Wort "Friede" bündelt
sich das "Mehr an Leben", das er auf seinem Weg
gefunden hat. Seine Brüder wies er an, als Gruß
zu sagen:
"Der Herr gebe dir den Frieden!"
Auszug
aus: Gebet um den Frieden in der Welt. Wir laden
alle Menschen ein, mit uns um den Frieden zu beten.
www.klostersiessen.de
Abbildung
rechts: El Greco: Hl. Franziskus und Bruder Leo
über den Tod meditierend. 1596-1601, Öl auf
Leinwand, 110×67 cm. Mailand, Pinacoteca di Brera.
Griechenland und Spanien. |