Der Computergarten am 24. Februar

Biographie der Brüder Grimm und Märchen der Brüder Grimm

Baumbrüder Foto von Inga Schnekenburger

Die Baum- Brüder: immer zusammen und zusammen gewachsen
Digitalfoto von © Inga Schnekenburger vom 21. Januar 2002 für die Brüder Grimm

"In den langsam schleichenden Schuljahren nahm uns ein Bett und ein Stübchen auf, da saßen wir an einem und denselben Tisch arbeitend, hernach, in der Studentenzeit, standen zwei Betten und zwei Tische in derselben Stube, im späteren Leben noch immer zwei Arbeitstische in dem nämlichen Zimmer, endlich bis zuletzt in zwei Zimmern nebeneinander, immer unter einem Dach in gänzlicher unangefochten und ungestört beibehaltener Gemeinschaft unserer Habe und Bücher, mit Ausnahme weniger, die jedem gleich zur Hand liegen mußten und darum doppelt gekauft wurden. Auch unsere letzten Betten, hat es allen Anschein, werden wieder dicht nebeneinander gemacht sein."

Jakob Grimm in seiner Gedächtnisrede an den Bruder Wilhelm, 1860. Auf dem Matthäikirchhof in Berlin sind die unzertrennlichen Brüder nebeneinander begraben worden, so wie es ihr Wunsch war.

 

Die Brüder Jacob und Wilhelm Grimm

Jakob und Wilhelm Grimm

Jacob Ludwig Karl Grimm
geboren am am 4. Januar 1785 in Hanau
gestorben am 20. September 1863 in Berlin

Wilhelm Karl Grimm
geboren am am 24. Februar 1786 in Hanau
gestorben am 16. Dezember 1859 in Berlin


Jacob, der ältere der Grimm- Brüder, ist der Forscher nach altem Gut,
Wilhelm, der jüngere der Brüder, ist der Vermittler des Gefundenen an die Gegenwart.

"Wir wollten indes durch unsere Sammlung nicht bloß der Geschichte der Poesie einen Dienst erweisen, es war zugleich Absicht, daß die Poesie selbst, die darin lebendig ist, wirke: erfreue, wen sie erfreuen kann, und darum auch, daß ein eigentliches Erziehungsbuch daraus werde."

Jacob und Wilhelm Grimm, Aus der Vorrede zum zweiten Band der Kinder- und Hausmärchen, 1815.

 

Jacob Grimm

Jacob Grimm gilt als der eigentliche Begründer der german. Philologie, da er, von seinem Bruder Wilhelm Grimm und von K. Lachmann unterstützt, die zahlreichen Ansätze vorangegangener Zeit systematisch ordnete und nach wissenschaftlichen Prinzipien weiterentwickelte. 1848 war Jacob Grimm Abgeordneter im Frankfurter Parlament. Seine "Deutsche Grammatik" (4 Bände, (1819- 1837, neue Ausgabe 1870-1890) begründete die historisch-germanische Sprachforschung. Er schloß seine Laufbahn mit der Herausgabe des Deutschen Wörterbuchs ab.

Weitere Werke

  • Deutsche Rechtsaltertümer (1828)
  • Deutsche Mythologie (1835)
  • Geschichte der deutschen Sprache (1848)

Wilhelm Grimm und Jacob Grimm gaben gemeinsam die "Kinder- und Hausmärchen" in drei Bänden heraus (1812-1822). Gemeinsam gaben sie ebenfalls die "Deutschen Sagen" in zwei Bänden (1816 - 1818) heraus.

 

Wilhelm Grimm

Wilhelm Grimm gehörte mit seinem Bruder den "Göttinger Sieben" an, ging nach seiner Entlassung nach Kassel und wurde im gleichen Jahr wie sein Bruder Jacob Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Berlin. Gemeinsam mit dem Bruder sammelte und bearbeitete er Märchen, Sagen und schrieb am deutschen Wörterbuch. Dass die Kinder- und Hausmärchen zu einem Volksbuch wurden, ist besonders der anschaulichen Prosa von Wilhelm und seinem Erzählertalent zu danken. Seine zahlreichen Ausgaben altdeutscher Dichtungen sind durch die ihnen beigegebenen literarhistorischen und sprachlichen Untersuchungen von Wert.

Hauptwerke

  • Die deutsche Heldensage (1829)
  • Über Freidank (1850- 1855)
  • Kleinere Schriften (4 Bände, herausgegeben von G. Hinrichs)
  • Selbstbiographie, Briefwechsel mit Jenny von Droste- Hülshoff


Die Brüder Grimm hatten noch weitere Brüder. Einer davon war Ludwig Emil Grimm (geboren 1790) . Sie hatten eine Schwester: Lotte Grimm, (geboren 1793).

 

Linkhinweise

Weil das Thema des Computergarten in der zweiten Hälfte des Monats Februar die Bäume sind: Seite 2 Das Märchen "Das Waldhaus" der Brüder Grimm
mit einer Illustration von Otto Ubbelohde

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Diese Seite widme ich meinem Bruder Reinhard Hübler, der auch am 24. Februar Geburtstag hat. I.S.

Wir danken dem Komponisten Erich Toth aus Wien herzlich für die Genehmigung zur Veröffentlichung von "Eine kleine Melodie"(komponiert im Februar 2002).

 

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