Der Computergarten am 22. Februar: Frederic
Chopin, Biographie 1810-1830


Portraits: Die Eltern von Frederic
Chopin
Biographie von Frederic Chopin
Frederic Chopin wurde am 22. Februar 1810 in Zelazowa Wola
in Polen geboren
Sein Vater war Franzose und schon als junger Mann nach Polen
ausgewandert und hatte dort geheiratet. Der Vater unterrichtete
in den aristokratischen Kreisen Warschaus, später am Lyzeum
und danach auch an der Militärakademie die Sprache Französisch.
Die Eltern erkennen die musikalische Begabung von Fryderyk Franciszek,
wie er gerufen wird. Mit sechs Jahren erhält er Klavierunterricht.
Sein Lehrer ist anfangs der böhmische Musiker Adalbert
Zywny. Die Musiklehrer spüren das ungewöhnliche Talent
und sie fördern das Kind nach Kräften.
Frederic Chopin begeistert sich für Bach, Haydn, Mozart
und Beethoven. Aber er spielt nicht nur Kompositionen von anderen
virtuos, er komponiert sehr früh selbst. Die erste Komposition
schreibst sein Lehrer Zywny für ihn auf. Als Chopin 7 Jahre
alt ist, wird bereits eine Komposition von ihm gedruckt: die
"Polonaise in g-moll" (1817).
Er wird als Wunderkind gefeiert und man bringt ihm schon früh
Bewunderung entgegen. Seine Kompositionen sind so einzigartig,
daß es auf seine Umwelt wie ein Wunder wirkt, dass ein
Kind so etwas eigenes komponieren kann. Er spielt auf dem Klavier,
das Klavier wird zeitlebens sein Instrument bleiben. Die Musik
Mozarts ist noch spürbar, aber dort hinein strömen
polnische Elemente von Volksmusik, die der Junge vielleicht
gehört hat, wenn er seine Ferien auf dem Lande verbrachte.
Von 1823 bis 1826 besucht Chopin das Lyzeum und beginnt 1826
mit dem Studium am Warschauer Konservatorium, Harmonie und Kontrapunkt
bei Joseph Elsner.

Detail aus dem Gemälde des Konzertes
in Berlin |
1828 unternimmt er eine Reise nach Berlin
und gibt ein Konzert im Berliner Schloß des polnischen
Fürsten Radziwil. 1829 fährt er nach Wien und
auch dort erreicht er auf Anhieb große Erfolge.
Danach fährt er zurück nach Warschau und bringt
ein von ihm komponiertes Klavierkonzert zur Uraufführung.
Als er wieder aufbricht, um neuerlich nach Wien zu fahren,
wird ihm ein besonders herzlicher Abschied von seinen
Freunden bereitet: Sie überreichen ihm eine Urne
mit polnischer Erde und nehmen gerührt vom Freund
Abschied, als ob sie wüßten, dass es für
immer sein sollte. Diese Urne mit der polnischen Erde
hat Chopin 18 Jahre lang bei sich aufbewahrt, bis zu seinem
Tod (siehe "Chopin
und der Tod").
In Wien lässt sich Chopin eine Weile nieder und
gibt Konzerte, doch er möchte weiter nach Paris.
Er lernt die Walzer von Strauss und Lanner kennen und
komponiert eine neue, zartere und poetischere Form des
Walzers (Hintergrundmusik: Opus 64 - No.1 in Db Midi von
Mike Turner).
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