Der Computergarten am 18. Februar

 

Baummensch linksbaummensch rechts

Olivenbaummenschen für Nikos Kazantzakis
von © Inga Schnekenburger
2002

Mehr Gedichte und Texte und Bilder von Olivenbäumen


Der neugriechische Dichter Nikos Kazantzakis

hat mit gestalterischer Stärke und lyrischer Fülle in philosophischer Tiefgründigkeit die menschlichen Probleme der Welt beschrieben. Er schrieb Romane, das Epos Odyssee, Tragödien, Reiseberichte, und philosophische Prosa.

Nikos Kazantzakis wurde vom Leninismus angezogen, (er erhielt den Lenin-Friedenspreis), aber er ist nie Mitglied der kommunistischen Partei gewesen. Er wurde tief beeinflußt durch die Werke von Nietzsche , Schopenhauer, James und Bergson und durch die Philosophien des Marxismus' und des Buddhismus.

Sein Roman Alexis Sorbas gehört unbestritten zur Weltliteratur, er wurde 1946 verfilmt. Nikos Kazantzakis hat Werke von Homer, Dante, Goethe, Nietzsche und Shakespeare übersetzt.

Gebt acht auf die Tiere

Gebt acht auf die Tiere, auf die Rinder,
auf die Schafe, auf die Esel;
glaubt mir, sie haben auch eine Seele,
sind auch Menschen,
nur dass sie ein Fell tragen und
nicht sprechen können;
frühere Menschen sind es,
gebt ihnen zu essen;
gebt acht auf die Olivenbäume
und die Weinfelder,
auch sie waren früher Menschen,
aber viel, viel früher, und
haben kein Erinnerungsvermögen mehr;
doch der Mensch hat es, und
daher ist er Mensch.

Aus: Nikos Kazantzakis (1964): Rechenschaft vor El Greco.
Band 1: Kindheit und Jugend. Aus dem Neugriechischen
von Isidora Rosenthal-Kamarinea. Berlin: Herbig, S. 61.
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Biographie

Nikos Kazantzákis wurde am 18. Februar 1883 in Megalokastro, jetzt Iráklion (Heraklion, Kreta), geboren.

Seine Eltern waren Michael Kazantzákis und Maria Christodoulzki. Nikos Kazantzakis besuchte die Schule der Franziskaner des Heiligen Kreuzes auf der Insel Naxos und das Gymnasium in Iráklion. Er studierte vier Jahre an der Universität von Athen.

1906 Doktorat der Rechtswissenschaften.
1907 bis 1909 studierte er Philosophie in Paris unter der Leitung von Heinrich Bergson. Während der Balkankriege kämpfte Nikos Kazantzakis als Freiwilliger in der griechischen Armee.
1910 Ab 1910 bis zum Ende der 30er Jahre reiste er u. a. nach China, Japan, Rußland, England, Spanien.
1914 macht er die Bekanntschaft von Angelos Sikelianos und besucht mit ihm den Berg Athos.
1918 bis 1919 nimmt er an der Rückführung der Griechen aus dem Kaukasus teil

Nikos Kazantzakis

griechischer Schriftsteller
1883-1957

Portrait Nikos von Inga Schnekenburger

Portrait von Inga Schnekenburger 2003

 

1920 bis 1933 lebt Nikos Kazantzakis in Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien, der Sowjetunion, Palästina, Zypern, Spanien und Ägypten
1936 veröffentlicht er Reportagen über den spanischen Bürgerkrieg als Korrespondent der Zeitung "Kathimerini". Vor dem Zweiten Weltkrieg läßt sich Kazantzákis auf der Insel Aegina nieder. Nach dem Krieg ist er einige Zeit als Minister tätig. Von 1947-1948 arbeitet er in Paris für die UNESCO.
1947 verläßt er Griechenland, um sich in Antibes, Frankreich, niederzulassen, wo er seine literarische Arbeit fortführt.
1956 Am 28. Juni 1956 erhält er den "Internationalen Friedenspreis" in Wien.
1957

unternimmt er eine Reise nach China, wo er krank wird. Er kehrt nach Europa zurück und wird von Kopenhagen in die Universitätsklinik von Freiburg im Breisgau, Deutschland, transferiert, wo er am 26. Oktober 1957 im Alter von 74 Jahren starb.

Nikos Kazantzakis wird auf Martinego, einer der Venezianischen Basteien begraben, die Iraklion umgeben. Seine Grabinschrift:

"Ich hoffe auf nichts,
ich fürchte nichts,
ich bin frei".

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Linktipps

  • Mikis Theodorakis wurde am 29.7.1925 in Chios geboren.
    Er schrieb die Filmmusik u. a. zu "Alexis Sorbas".
    Theodorakis im Computergarten
    julizwei/Mikis_Theodorakis.htm

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  • tierdach.de- die besondere Seite im www über Tiere und Tierschutz von Viola Kaesmacher
  • Griechische Kulturstiftung - Biographie Link
  • Rechenschaft vor El Greco. Nikos Kazantzakis, 1956 Link
  • Leseprobe Aus: die letzte Versuchung: Es blies ein linder, kühlender Wind, der ihn mit sich zog.
    Über ihm spannten die flammenden Sterne ihr Netz, der Himmel stand voller Blumen...
    Link

Hintergrundmusik Sorbas Tanz, Filmmusik zu Alexis Sorbas, komponiert von Mikis Theodorakis.

 

zum 19. Februar: Gabriele Münter >>
Computergarten Februar >>

 

http://www.onlinekunst.de/februarzwei/18_02_kazantzakis.html