BIOGRAPHIE
Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff
wurde
am 17. Februar 1699 auf Gut Kuckädel bei Crossen
an der Oder (heißt heute Kuladlo und gehört
zu Polen) geboren.
1729
gab er die Offizierslaufbahn auf und studierte
Architektur und Malerei in Dresden. Seine Lehrmeister
waren Antoine Pesne in der Malerei und Kemmeter
in der Baukunst. Seit etwa 1733 war er
mit Kronprinz Friedrich II. befreundet. Nachdem
er einen Apollontempel im Schloßpark von Neuruppin
errichtet hatte, ermöglichte ihm Friedrich 1736
eine Italienreise. In Italien bildete er sich
weiter.
1737
bis 1739 baute Knobelsdorff Schloß Rheinsberg
aus. 1740 setzte er seine Studien in Paris
fort. Nach der Krönung Friedrich II. zum König
von Preußen wurde Knobelsdorff 1740 zum
Oberintendanten der königlichen Schlösser und
Gärten ernannt. Während dieser Zeit entwickelte
er das friderizianische Rokoko, das Elemente des
englischen Klassizismus mit solchen des italienischen
und französischen Barock und Rokoko verband. Knobelsdorf
schuf eine Baukunst mit feingliedrigen Elementen
des Klassizismus, die Innenräume waren mit
bewegtem reifen Rokoko- Ornamenten geschmückt.
Auf
Knobelsdorff geht auch der rechtwinklige Grundriß
der Rheinsberger Innenstadt zurück. Nach dem großen
Stadtbrand von 1740 beauftagte Friedrich, inzwischen
König von Preußen, ihn mit dem Wiederaufbau Rheinsbergs.
Um künftig die schnelle Ausbreitung von Bränden
zu verhindern, legte Knobelsdorff breite Straßen
an, die mehrere Karrees bilden.
1741
bis 1743 baute Knobelsdorff das Opernhaus
in Berlin, 1742 bis 1746 errichtete er
den Neuen Flügel für Schloß Charlottenburg. 1744
begann er mit dem Umbau des Stadtschlosses in
Potsdam ( wurde leider zerstört). 1745
entwarf er in enger Zusammenarbeit mit dem König
Friedrich II. das Potsdamer Schloß Sanssouci.
Nach einem Zerwürfnis mit diesem wurde er 1746
entlassen. |
Georg
Wenzeslaus von Knobelsdorff
Architekt, Maler und Baumeister (1699 - 1753)
geboren
am 17. Februar 1699 auf Gut Kuckädel bei Crossen,
gestorben am 16. September 1753 in Berlin

Bild:
Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff
Gemälde von Antoine Pesne, 1738
Notiz
von Friedrich dem Großen auf einem Bauplan, den
Georg Wenceslaus von Knobelsdorff verspätet abgegeben
hatte: "Ich komm mein Tage nicht mit Ihm
von der Stelle. Er executiret nichts, wie Ich
es haben will, und ist faul wie ein Artilleriepferd." |
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- Bild:
St. Hedwigs-Kathedrale (St. Hedwig's Cathedral)
Bebelplatz, Mitte; 1747-73 by Johann Boumann
the Elder according to plans by Georg Wenzeslaus
von Knobelsdorff Link
- Nicht
nur Friedrich II., der Große, sondern einige
der preussischen Könige zogen Potsdam als Residenz
der eigentlichen Hauptstadt Berlin vor. Mit
Kurzbio von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff.
Link
Literatur
|
Foto:
das Potsdamer Schloss Sanssouci:
Die Orangerie |