| 1857 |
erfolgt
in Berlin Haeckels Promotion über die Gewebe des
Flußkrebses und 1858 Medizinisches
Staatsexamen, seine ärztliche Approbation als
praktischer Arzt, Wundarzt und als Geburtshelfer.
Er entscheidet sich jedoch gegen eine Medizinerlaufbahn
, um sich der vergleichenden Anatomie und der Zoologie
zu widmen. |
| 1858 |
unternimmt
Haeckel eine Studienreise nach Messina, Italien.
Doch er liebt den Beruf des Arztes nicht. |
| 1858 |
Verlobung
mit seiner Cousine Anna Sethe.
Ernst Haeckel widmet sich naturwissenschaftlichen
Studien und malt Landschaften in Aquarelltechnik. |
| 1859 |
bis
1860 unternimmt Haeckel eine Studienreise nach
Italien, bei der er auf Sizilien 144 neue Radiolaren-Arten
entdeckt. Aus den Forschungs- Unterlagen entsteht
seine "Monographie über Radiolarien". |
| 1861 |
habilitiert
sich Haeckel an der Universität in Jena über die
Ordnung von Rhizopoden. |
| 1862 |
erscheint
seine große Monographie der Radiolarien
"Die Radiolarien". Das Werk erregt Aufsehen.
1862
erhält Haeckel ein Extraordinariat an
der Medizinischen Fakultät für vergleichende Anatomie
in Jena.
Am
18. August: 1862 Heirat mit seiner Cousine
Anna Sethe |

Portrait
Ernst Haeckel |
| 1863 |
Ernst
Haeckel erforscht marine Wirbellose. Er untersucht
Rüsselquallen und Medusen, iphonophoren und Kalkschwämme.
am 19. September 1863 hält Haeckel bei
der 38. Versammlung der Vereinigung Deutscher Naturforscher
und Ärzte in Stettin die "Stettiner Rede":
Er setzt sich vehement für die Lehre Charles Darwins
ein, dessen Werk "Über den Ursprung der Arten durch
natürliche Zuchtwahl" 1859 erschienen war. |
| 1864 |
Am
16. Februar wird ihm die Cothenius-Medaille
verliehen, am selben Tag stirbt seine Frau Anna. |
| 1865 |
Berufung
zum ersten ordentlichen Professor für Zoologie
an der Universität in Jena. 1865 Ernst
Haeckels Systematikarbeiten mit der Beschreibung
von 4.000 neuen Arten bilden ein wichtige Grundlage
für die weitere Forschung. Erscheinen der "Generellen
Morphologie der Organismen", ein Versuch einer
"organischen Kristallographie". Das Werk
enthält die ersten detailliert ausgearbeiteten
Stammbäume der Organismen. |
| 1866 |
bis
1867 reist Haeckel zu den Kanarischen Inseln
und besteigt auf der Insel Teneriffa den höchsten
Berg Spaniens, den Teide. Er hält sich
auch auf Lanzarote auf.
Ernst
Haeckel besucht Charles Darwin und Thomas Henry
Huxley in England. |
| 1867 |
Am
20. August heiratet Ernst Haeckel die Professorentochter
Agnes Huschke.
Aus der Ehe gehen ein Sohn und zwei Töchter hervor.
|
| 1868 |
Geburt
des Sohnes Walter Haeckel |
| 1869 |
Studienreise
nach Norwegen |
| 1869 |
wird
er Ordinarius und untersucht die stammesgeschichtlichen
Zusammenhänge. Haeckel wird zwar mit Ehrungen überhäuft,
aber die Anfeindungen sind ebenso stark. |
| 1872 |
formuliert
er das "biogenetische Gesetz", nach dem die Entwicklung
des Individuums ( die seiner Gattung nochmals durchläuft.
Die Frühstadien der Embryonalentwicklung teilt er
in Morula, Blastula und Gastrula ein.
|
| 1869 |
Studienreisenach
Norwegen |
| 1871 |
Studienreisenach
Dalmatien. 1871 Geburt der Tochter Elisabeth
Haeckel. 1871 lehnt Ernst Haeckel eine Berufung
nach Wien ab |
| 1872 |
wichtige
Monographie über die Kalkschwämme. Darin
prägt Haeckel den Begriff des "biogenetischen
Grundgesetzes". |
| 1873 |
Studienreisein
den Orient, dort studiert er die Korallenbänke
im Roten Meer.
1873
Geburt der Tochter Emma Haeckel |

Foto
Ernst Haeckel
Studienreise Ceylon 1881 |
| 1874 |
Mit
dem Buch "Anthropogenie oder Entwicklungsgeschichte
des Menschen" bezieht er den Menschen in den evolutionären
Entwicklungsgedanken mit ein. Haeckel formuliert
die Abstammung des Menschen von affenähnlichen Primaten |
| 1875 |
Studienreise
nach Korsika |
| 1876 |
wird
Ernst Haeckel Prorektor der Universität Jena |
| 1877 |
Studienreise
nach Korfu |
| 1878 |
Meeresbiologische
Untersuchungen in der Bretagne in Frankreich |
| 1881 |
bis
1882 Studienreise nach Indien und Ceylon |
| 1882 |
bis
1883 Aufbau des Zoologischen Instituts an der
Universität Jena.
Der Bau seines Wohnhauses "Villa Medusa"
beginnt. |
| 1884 |
Ehrendoktorwürde
der Universität Edinburgh |
| 1887 |
Studieneise
nach Palästina, Syrien und Kleinasien |
| 1889 |
Abschlußarbeiten
an den Tiergruppen der englischen "Challenger
- Tiefsee- Expedition"., die 1873 - 1876 durchgeführt
worden war |
| 1890 |
Reise
nach Algerien |
| 1892 |
Vortrag
"Der Monismus als Band zwischen Religion und
Wissenschaft" |
| 1894 |
bis
1896 Die "Systematische Phylogenie"
erscheint |
| 1897 |
Reise
durch Finnland und Rußland |
| 1898 |
Ehrendoktorwürde
der Universität Cambridge |
| 1899 |
Veröffentlichung
der "Welträtsel". Das Buch wird in 25 Sprachen
übersetzt . Haeckel propagiert seinen Monismus
als naturwissenschaftliche Weltanschauung. Damit
gerät er in Widerspruch zur kirchlichen Meinung
und ist starken Anfeindungen ausgesetzt. Es wird
sein populärstes Buch. |
| 1899 |
bis
1904 In dem Tafelwerk "Kunstformen der Natur"
zeigt Haeckel auch sein Können als Zeichner.
Es werden Hefte mit je 10 Illustrationen veröffentlicht. |

Ernst
Haeckel mit Totenschädel
|
| 1900 |
bis
1901 Studienreise nach Ceylon, Singapur, Java
und Sumatra |
| 1904 |
Teilnahme
am Internationalen Freidenkerkongreß in Rom |
| 1908 |
Eröffnung
des Museums für Abstammungslehre in Jena |
| 1909 |
erfolgte
die Emeritierung Ernst Haeckels. |
| 1915 |
Am 21.
April 1915 stirbt seine zweite Frau |
| 1919 |
Am
5. August 1919 starb Ernst Haeckel in seine
"Villa Medusa" in Jena. Er vermachte seinen
Nachlaß der Universität in Jena. |