Der Computergarten am 15. Februar, Seite 4
Galileo Galilei und das Pendel

Galileo beobachtet Pendelbewegungen

Galileo Galilei studiert die Pendelbewegungen
eines Leuchters im Dom zu Pisa.
Gemälde von Luigi Sabatellio
Museo di Fisica e Storia Naturale, Florenz

Galileo Galilei

immatrikulierte sich am 5. September 1581 als Student in Pisa. Im Dom zu Pisa machte er 1583 erste Beobachtungen zur Pendelbewegung im Alter von 19 Jahren. Viviani, der erste Biograph von Galilei, der seit 1639 im Haushalt von Galilei lebte, schreibt dazu sinngemäß folgendes nach mündlichen Überlieferungen von Galilei: Galileo weilte im Dom zu Pisa und sein Blick fiel auf den sich pendelnd bewegenden Kronleuchter.

Diese Beobachtung machten sicher vor ihm Tausende besucher, aber Galilei versuchte, zu ergründen, warum der Leuchter schwang.Er bemerkte, dass die Pendelbewegungen, die schwingungsausschläge, nach und nach geringer wurden. Aber die Zeit (gemessen an seinem eigenen Herzschlag) während es Hin- und Herpendelns die gleiche blieb. Es wurde ihm klar, dass man mit einem einfachen Pendel die Zeit messen könnte. Damit hat Viviani über die Geburtsstunde der modernen Dynamik berichtet.

In seiner letzten Lebenszeit hat Galileo dieses Phänomen wieder aufgearbeitet. 1641 war Galileo schon blind. Er bezahlte Evangelista Rorricelli ein Gehalt von 7 Scudi monatlich und konzipiert mit ihm - als sein letztes Werk- 1641 die Anwendung des Uhrpendels im Alter von 77 Jahren. Am 8. Januar 1642 starb Galileo Galilei.

Johann Wolfgang von Goethe
über Galileo Galilei:

"Schien durch die Verulamische Zerstreuungsmethode die Naturwissenschaft auf ewig zersplittert, so ward sie durch Galilei sogleich wieder zur Sammlung gebracht: er führte die Naturlehre wieder in den Menschen zurück, und zeigte schon in früher Jugend, daß dem Genie ein Fall für tausend gelte, indem er sich aus schwingenden Kirchenlampen die Lehre des Pendels und des Falles der Körper entwickelte. Alles kommt in der Wissenschaft auf das an, was man ein Apercu nennt, auf ein Gewahrwerden dessen, was eigentlich den Erscheinungen zum Grunde liegt. Und ein solches Gewahrwerden ist bis ins Unendliche fruchtbar."

Abbildung rechts: Pendel-Uhr. Linktipp: Zitate über die Zeit

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"[...] Beobachtung einiger dunkler Flecken, die am Sonnenkörper wahrgenommen werden und durch die Veränderung ihrer Lage an demselben sehr wahrscheinlich machen, daß entweder die Sonne sich um sich selbst dreht oder daß vielleicht andere Sterne sich [...] um sie bewegen."

 

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