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Und
die katholische Kirche hatte folgendes Weltbild:
Die Erde als stillstehender Mittelpunkt
des Universums,
der Mensch als Krone der Schöpfung,
der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden.
Wer anderer Meinung war, galt als Ketzer.
Galileo
Galilei war anderer Meinung. Galilei fragte nach
dem "wie" eines Prozesses.
Und es wurde ihm der Prozess gemacht. Zum
Märtyrer wurde er dennoch nicht - er schwor,
dass er sich geirrt hatte.
Die
Legende, er soll anschließend gemurmelt
haben: "Und die Erde dreht sich doch"
scheint nicht der Wahrheit zu entsprechen. Man
hätte ihn als Ketzer umgebracht, und das
wusste er. Kerker und Hausarrest blieben ihm dennoch
nicht erspart. Selbst als er krank und blind war
und darum bat, in sein Haus nach Florenz übersiedeln
zu dürfen, wurde des abgelehnt, da man befürchtete,
er könne in Florenz die Menge "aufwiegeln"
mit seiner Theorie.
Selbst
der Inquisitor hatte Mitleid mit Galilei. Ein
erschütternder Brief über den Zustand
von Galilei vom Inquisitor veranlasst "seine
Heiligkeit", Galilei vorübergehend zu
gestatten, Florenz aufzusuchen, um sich in ärztliche
Behandlung begeben zu können.
Rehabilitiert
wurde Galileo Galilei erst circa 360 Jahre später.
Papst Johannes Paul II. rehabilitiert Galileo
Galilei am 31. Oktober 1992.
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Abbildung
oben: Fernrohre von Galileo Galilei, Museo di
fisica e Storia Naturale, Florenz
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