Der Computergarten am 15. Februar

 

Bild: Untergehende Sonne hinter Baumzweigen für Galileo Galilei
Digitalfoto von Inga Schnekenburger 2002

 

Galilei forschte 1611 mit dem Teleskop und entdeckte die Sonnenflecken

Damit bewies er, dass die Sonne sich um die eigene Achse dreht. 1613 erfolgte die Drucklegung der "Briefe über die Sonnenflecken". Aber schon in seinem "Diskurs über die schwimmenden Körper" schreibt Galileo Galilei: "Ich erwähne ferner die Beobachtung einiger dunkler Flecken, die am Sonnenkörper wahrgenommen werden und durch die Veränderung ihrer Lage an demselben sehr wahrscheinlich machen, daß entweder die Sonne sich um sich selbst dreht oder daß vielleicht andere Srterne sich [...] um sie bewegen."


Galileo Galilei
1564 - 1642

Portrait Galileo Galilei

geboren am 15. Februar 1564 in Pisa, gestorben am 8. Januar 1642 in Arcetri

Galileo Galilei war italienischer Mathematiker, Physiker und Philosoph

Er gilt als Begründer des experimentellen Denkens aller Naturwissenschaftler. Galileo Galilei versuchte, die wissenschaftliche Wahrheit von der scholastisch - traditionellen Lehre der Kirche abzugrenzen und begründete die Naturwissenschaft als gültige Erkenntnismethode.

Galileo Galilei war einer der ersten Wissenschaftler, der seine Forschungs-Ergebnisse in seiner Muttersprache niederschrieb. Üblich war es, Latein zu benutzen. Galileo versuchte seine Mitmenschen von der Richtigkeit seiner Forschungsergebnisse zu überzeugen. Er veröffentlichte seine Forschungs-Ergebnisse in Form von leicht verständlichen Dialogen, z.B. in seiner Schrift "Briefe über die Sonnenflecken".

Galileo Galilei hat zahlreiche Entdeckungen und physikalische Erkenntnisse veröffentlicht. Sein wichtigster Beitrag für die Wissenschaft besteht darin, daß er eine neue Auffassung der physikalischen Erkenntnisse begründet hat. Die Forschungen von Aristoteles basierten auf der Frage nach dem "warum". Genaues Hinsehen war jedoch nicht die Stärke von Aristoteles, er behauptete zum Beispiel, Fliegen hätten 8 Beine...

Der Mittelpunkt des Kosmos sei die Erde, war eine der zentralen Aussagen des Aristoteles,
und diese Aussage wurde bis ins 16. Jahrhundert kaum in Zweifel gezogen.
Aristoteles war einer der Lieblingsphilosophen der katholischen Kirche.

Und die katholische Kirche hatte folgendes Weltbild:
Die Erde als stillstehender Mittelpunkt des Universums,
der Mensch als Krone der Schöpfung,
der Papst als Stellvertreter Gottes auf Erden.

Wer anderer Meinung war, galt als Ketzer.

Galileo Galilei war anderer Meinung. Galilei fragte nach dem "wie" eines Prozesses. Und es wurde ihm der Prozess gemacht. Zum Märtyrer wurde er dennoch nicht - er schwor, dass er sich geirrt hatte.

Die Legende, er soll anschließend gemurmelt haben: "Und die Erde dreht sich doch" scheint nicht der Wahrheit zu entsprechen. Man hätte ihn als Ketzer umgebracht, und das wusste er. Kerker und Hausarrest blieben ihm dennoch nicht erspart. Selbst als er krank und blind war und darum bat, in sein Haus nach Florenz übersiedeln zu dürfen, wurde des abgelehnt, da man befürchtete, er könne in Florenz die Menge "aufwiegeln" mit seiner Theorie.

Selbst der Inquisitor hatte Mitleid mit Galilei. Ein erschütternder Brief über den Zustand von Galilei vom Inquisitor veranlasst "seine Heiligkeit", Galilei vorübergehend zu gestatten, Florenz aufzusuchen, um sich in ärztliche Behandlung begeben zu können.

Rehabilitiert wurde Galileo Galilei erst circa 360 Jahre später.
Papst Johannes Paul II. rehabilitiert Galileo Galilei am 31. Oktober 1992.

Fernrohre des Galilei

Abbildung oben: Fernrohre von Galileo Galilei, Museo di fisica e Storia Naturale, Florenz

Galileo war der erste, der die Gesetze der Physik in mathematische Formeln umsetzte. Eine Reihe wissenschaftlich kontrollierter Experimente ist für ihn ein Beweis für eine Gesetzmäßigkeit.
Galilei begründete damit das neue Zeitalter der Wissenschaft.

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