Der
Computergarten am 11. Februar
| Ich
weiß
Ich
weiß, daß ich bald sterben muß
Es leuchten doch alle Bäume
Nach langersehntem Julikuß -
Fahl werden meine Träume -
Nie dichtete ich einen trüberen Schluß
In den Büchern meiner Reime.
Eine Blume brichst du mir zum Gruß
-
Ich liebte sie schon im Keime.
Doch ich weiß, daß ich bald
sterben muß.
Mein Odem schwebt über Gottes Fluß
-
Ich setze leise meinen Fuß
Auf den Pfad zum ewigen Heime.
Else
Lasker-Schüler
1943
in Jerusalem geschrieben,
2 Jahre vor ihrem Tod |
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Blauer
Kornblumenwald für Else Lasker-Schüler
Cyberart von Inga Schnekenburger |
Else
Lasker-Schüler

geboren
am 11. 2. 1869
in Wuppertal - Elberfeldt
gestorben am 22.1. 1945
in Jerusalem |
Mit
25 Jahren heiratete sie den Arzt Berthold Lasker,
die Ehe dauerte von 1894-1899. Sie war dann 1901-1911
mit Herwarth Walden verheiratet. 1933 musste sie
Deutschland verlassen. Sie emigrierte über
Zürich nach Israel. Else Lasker-Schüler
stirbt am 22.Januar 1945 im Alter von 75 Jahren
nach einem schweren Herzanfall. Sie wurde am Ölberg
zu Jerusalem begraben.
Ihr
Freundeskreis umfasste bedeutende Menschen wie
Mit
diesen stand sie in einem literarischen Briefwechsel.
Else Lasker-Schüler war Prinz Jussuf im
Königreich Theben, Franz Marc war der
blaue Reiter, der Prinz von Prag war Franz Werfel,
den Ritter aus Gold nannte sie den Dichter Georg
Trakl, Troubador oder der Riese war Oskar Kokoschka,
die Schwarze Leopardin nannte sie Tilla Durieux
und ihr Mann Herwarth Walden war im Königreich
Theben Georg Levin. |
Else
Lasker-Schüler
ist
eine der bedeutendsten expressionistischen Lyrikerinnen
Peter
Hille
nannte Else Lasker-Schüler "Der schwarze
Schwan Israels"
Gedicht
von Peter Hille auf unserer Seite 50
Baumgedichte
Gottfried Benn:
"Dies war die größte Lyrikerin, die
Deutschland je hatte ... Ihre Themen waren jüdisch;
ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache
war deutsch, ein üppiges, prunkvolles,
zartes Deutsch, eine Sprache reif und süß,
in jeder Wendung dem Kern des Schöpferischen
entsprossen. Immer unbeirrbar sie selbst, fantastisch
sich selbst verschworen, feindlich allem Satten,
Sicheren, Netten, vermochte sie in dieser Sprache
ihre leidenschaftlichen Gefühle auszudrücken,
ohne das Geheimnisvolle zu entschleiern und
zu vergeben, das ihr Wesen war."
Karl
Krauss:
"Die stärkste und unwegsamste lyrische
Erscheinung des modernen Deutschland."
Gedichte
bei onlinekunst.de von Else Lasker-Schüler:
Volltext
Erzählung:
-
Der Schmetterling von Else Lasker-Schüler
Volltext www.uncg.edu
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Biographien
gibt es viele gute im Internet, wir empfehlen:
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Noch
ein Geburtstagskind vom 11. Februar: Karoline
Friederike Louise Maximiliane von Günderode
(Günderrode) (Auch: Tian) Karoline von Günderode
wurde am 11. Februar 1780 in Karlsruhe geboren
und ertränkte sich im Rhein am 26. Juli 1806 bei
Winkel, Rheingau.
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Hintergrundmusik
Dvorák, Antonin,1841-1904. Aus Op. 82:
"Lasst
mich allein"
und "Am Bache"
Midi John Cowles |
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