Am Wasser gebaut…

Ausstellungstipp: Am Wasser gebaut

Ausstellungstipp: Am Wasser gebaut

Der Fotokünstler Sascha Weidner (*1976) isoliert aus einer alltäglich erscheinenden Umgebung Bilder, die eine beinahe märchenhafte Welt zeigen. Seine Aufnahmen zeigen einen realen Ort und erinnern zugleich an Traumsequenzen, an verschüttete Bilder aus einer rätselhaften Gegenwart. Wo sind diese Traumorte,  warum kann sie außer ihm anscheinend kein anderer sehen und ihre beinahe surreale Schönheit zeigen?

“Am Wasser gebaut” ist eine Zusammenstellung stimmungsvoller, atmosphärisch dichter Aufnahmen, die einen irritierenden und wunderschönen Bildkosmos öffnen. Weidners Vorgehensweise beim Kompilieren gleicht hierbei der eines DJs, der bekannte und unbekannte musikalische Sequenzen zu einem neuen und großen Ganzen verschmilzt.

Ausstellungsdauer 22.02.2009 bis 26.04.2009
Museum Weltkulturen der Reiss-Engelhorn-Museen, D5 (Mannheim)

btw - Auch am Wasser gebaut…

Fraport zerstört Bannwald und Regenerationsfläche

Fraport zerstört Bannwald und Regenerationsfläche

Die neue Landebahn des Flughafens Frankfurt ist endgültig beschlossene Sache. 280 ha Wald sowie ein idyllischer Badesee gehen somit der Bevölkerung des Rhein-Main-Gebietes verloren. Heute wurde das Waldbesetzercamp von Hundertschaften geräumt. Umweltaktivisten hatten über neuen Monate lang dort ausgeharrt. Alle Infos hierzu in den Medien und auf waldbesetzung.blogsport.de

Für Samstag, 21. Februar 2009, rufen die Ausbaugegner zur Demonstration auf. Treffpunkt: 14 Uhr, Parkplatz Okrifteler Straße in Kelsterbach

1989 - Globale Geschichten

Lesungen, Gespräche, Interviews, Musik, Radio und eine Ausstellung mit internationalem Archivmaterial, Fotografien, Filmen und Zeitschriften. 1989 ist ein Schlüsseljahr in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Nicht nur der Fall der Berliner Mauer wurde zur Zäsur mit weltweiten Folgen – auf allen Kontinenten ereigneten sich unvorhersehbare Umbrüche, deren Folgen bis heute nachwirken.

1989 – ein Jahr, das Geschichte geschrieben hat. Zwölf Monate, in denen sich beinahe nahtlos Umsturz an Umbruch reiht. Ein Jahr, in dem sich regionale Konflikte zu einem globalen Geflecht ordnen, das bis heute wirksam ist. Im Februar wird in Paraguay Alfredo Stroessner gestürzt, in Afghanistan ziehen die sowjetischen Truppen ab, in Venezuela leitet der „Caracazo“ – Plünderungen und Aufstände der Armen – in Südamerika den Aufruhr gegen den Neoliberalismus ein.

Am 19. April beginnt an der österreichisch-ungarischen Grenze mit der symbolischen Grenzöffnung das Ende des Eisernen Vorhangs, vom 11. – 14. Mai versucht Kaschmir die Unabhängigkeit, am 3. Juni stirbt Khomeini, am selben und am darauffolgenden Tag rollen Panzer über den Platz des Himmlischen Friedens und hinterlassen eine blutige Spur.

Abbildung: Still aus dem Film The Gate of Heavenly Peace

Abbildung: Still aus dem Film "The Gate of Heavenly Peace"

Im Haus der Kulturen der Welt sprechen vom 19. – 22. Februar 2009 Zeitzeugen, Protagonisten, Schriftsteller und Experten über die Zeit vor 20 Jahren und ihre Auswirkungen auf unsere Gegenwart und Zukunft. Die Kuratoren der einzelnen Themenreihen Nevim Çil, Manthia Diawara, Navid Kermani, Yang Lian und Silvia Fehrmann diskutieren mit dem russischen Starautor Vladimir Sorokin, dem iranischen Schriftsteller Ali Khodaii, der Literaturkritikerin Beatriz Sarlo oder der amerikanischen Soziologin Saskia Sassen.

Einen Einblick in die Entwicklung der Berichterstattung, nicht nur in ihren Ländern, geben der Journalist Ejaz Haider aus Pakistan sowie der direkt aus Kabul anreisende Faheem Dashty, Mitbegründer von Kabul Weekly. Wang Dan, Studentenführer und heutiger Unterzeichner der chinesischen Charta 8, spricht mit Tilman Spengler und anderen über die unvollendete Reise in’s Exil und wieder zurück.

Der erfolgreiche mexikanische Autor und Diplomat Jorge Volpi liest aus „Zeit der Asche“ über Frauen, die sich mit 1989 und den Folgen auseinandersetzen – eine exklusive Vorabpremiere der deutschen Übersetzung. Der nigerianische Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka eröffnet zusammen mit dem Historiker Timothy Garton Ash die Thementage am 19. Februar. Im Anschluss daran wird die Chronologie der rumänischen Revolution von Harun Farocki und Andrej Ujica gezeigt.

Abbildung: Dr. Motte bei einem Tierrechts-Soli-Event

Abbildung: Dr. Motte bei einem Tierrechts-Soli-Event

Weiterer Programmpunkt am 21.2.2009: Dr. Motte präsentiert: Party like it’s 1989 – ein einmaliges Revival der Love Parade, die 1989 zum ersten Mal in Berlin stattfand, den Soundtrack der Wiedervereinigung lieferte und elektronische Musik zum Exportprodukt Berlins machte.

Dr. Motte Website
Website TIRM

1989 – GLOBALE GESCHICHTEN

Thementage
Konferenz – Filme – Gespräche - Bilder
19. – 22. Februar 2009
Haus der Kulturen der Welt I (Eintritt frei)
Zeitplan: 1989 - GLOBALE GESCHICHTEN

Linktipp

Fernweh-Fotos…

Vielen Dank an Thomas Oberwalder für die schönen Fotos!

Messe-Hinweise

KUNSTMESSE HanseArt

In Lübeck findet vom 20. bis 22. März 2009 wieder eine Kunstverkaufsausstellung statt. Auf www.kunstmesse-hanseart.de finden Sie Wissenswertes zur HanseArt. Im Rückblick finden Sie Presseberichte und Fotos.

ART+STYLE 2009 ST.GALLEN

Das Kunstevent am Bodensee vom 23. bis 26. April 2009. Es wird eine große Auswahl an  Malerei und Skulpturen; Kunstobjekten und Möbeldesign; Keramik und Glaskunst; Echtschmuck und Designobjekten; Druckgrafik und Originalgrafik sowie Fotografie und Digitalkunst gezeigt. www.kunstevent.ch

ART SHOW ZURICH 2009

Die neue Messe ART SHOW ZURICH bietet vom 13. bis 17. Mai 2009 einer internationalen Auswahl von Künstlerinnen und Künstlern ein Forum zum direkten Kontakt mit einer breiten Öffentlichkeit. Die Veranstaltungshalle PULS 5 bildet das pulsierende Herzstück des neuen Trendviertels im Zentrum von Züri-West. www.art-show-zurich.com

Wettbewerb der Agora Galerie

Die Agora Galerie, New York City, ruft zu ihrem 24. Internationalen Chelsea Kunstwettbewerb 2009 aus. Preise, geschätzt auf $38.000 werden folgendermaßen verteilt: Ausstellung in der Chelsea Kunstgalerie, Geldprämien, Veröffentlichung im Internet und die Ablichtung in der Zeitschrift ARTisSpectrum. Die Ausstellung findet in Chelsea, New York City statt. Der Gewinn geht jeweils zur Hälfte an den Künstler und an die Galerie. Zu wohltätigen Zwecken wird die Agora Galerie 25% von ihren aus dem Wettbewerb erwirtschafteten Erlösen an Art Start, einem preisgekrönten und national anerkannten Programm, das unterprivilegierten Jugendlichen und Kindern hilft, spenden.

Termine

05.02.2009: Eröffnung des Kunstwettbewerbs
10.03.2009: Abgabefrist
20.03.2009: Gewinner werden benachrichtigt
14.08.-02.09.2009: Ausstellung der ausgewählten Künstler

Hier kann das Antragsformular online ausgefüllt oder herunter geladen werden