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Gustav Klimt: Der Kuss.
Bildbetrachtungen

Gustav Klimt: Der Kuss; 1907-1908
Maße: 180 x 180 cm. Technik: Öl auf Leinwand
Ort: Wien, Österreichische Galerie
Jugendstil

Dieses Bild drückt die Vollendung der Zweisamkeit aus. Der Kuss ist ein wunderschönes Bild.

Regina Oprei

Eigentlich kann man den Kuss (den ersten) gar nicht in ein zu betrachtendes Bild bringen. Hier handelt es sich um ein schon erwachsenes Paar und nicht den ersten Kuss. Er, eingehüllt in einen Herrschermantel, und mit sehr bewusst nehmenden Händen, zeigt sein Gesicht nicht. Während sie ganz mit geschlossenen Augen, aber unsicher sich wie wehrenden Händen, doch schmilzt in einer Fülle von Sommerblumen zu ihren Füßen. Der Hintergrund ist für Beide, wie die Zukunft, wie ein goldener Nebel.

Shivta Wenkart

Bin sozusagen mit Klimt 'aufgewachsen', war er doch irgendwie immer irgendwo präsent mit seinem reichen, dekorativen und plakativen Werk. Dieses Kuss-Bild hatte für mich immer schon etwas speziell reizvolles und ich lächle beim Anblick. Ein Bild wie kein anderes: so viel sanftes, zärtliches, aber auch wildes, mit dem fast zwanghaft abgewandten Gesicht der Geliebten. die Farben der Kleidung sind festlich, reich, wundervoll, man möchte sie anfassen, die Liebenden sind schön, jung, biegsam, die Erotik ist spürbar, ja fast berührbar... dann hatte ich das große Glück, eine Klimt-Ausstellung im Zürcher Kunsthaus zu besuchen – und seither bin ich NOCH mehr angesprochen von seinen Bildern. Klimt, Kuss – zwei Begriffe, die sich nicht trennen lassen, noch viel weniger, seit ich weiss, dass der sehr tätige Klimt nicht nur extrem erotische Bilder schuf, sondern auch etliche außereheliche Kinder. kurz: Klimt – jaaaaa, immer, immer wieder – gerne!

Heidi Hunziker-Otth

„Der Kuss“, das berühmteste Gemälde von Klimt stellt die harmonische Vereinigung eines Menschenpaares dar. Das Liebespaar findet Erlösung und Erfüllung in einer innigen Verschmelzung. Ihre Umarmung ist raum- und zeitlos, das Sinnbild eines paradiesischen Zustandes. In einem fließendem Gleichklang von Linien und Formen lösen sich die beiden Körper für immer ineinander auf. Ein goldener Umhang mit geometrischen Mustern bedeckt den männlichen Körper, der scheinbar den zerbrechlichen weiblichen Leib in sich aufnehmen will. Der Frauenkörper rankt, einem zierlichen Efeu gleich, an dem starken Mann empor. Das Kleid der Frau ist blumengemustert. Die dargestellten Figuren sind weitgehend idealisiert und typisiert. Die Verwendung der goldenen Farbe unterstreicht die Religiosität und die Magie der Darstellung. Weltentrückt kniet das Paar auf einem prächtigen Blumenteppich, der im Kontrast zum grauen Hintergrund steht. Insgesamt wirkt das Bild in seinem harmonischen Kolorit sehr ornamental.

Maria Costin

Aus Zweiheit wird eine Einheit, das bewirkt der Kuß. Wundervoll abgerundet dargestellt, zarte Farbigkeit und glitzernde Steine, es funkelt und alles wird schwerelos. Dieses Bild vermittelt Glücklichsein und immer wieder kann man es deshalb betrachten und die eigenen Erinnerungen kommen und gehen...

Bärbel Czapanski

Weitere, ausführlichere Bildbetrachtungen von Heidemarie Andrea Sattler und Susanne Hell


Beitrag zu unserem Wettbewerb 2005: Bildbetrachtung, Bildbesprechung

Bilder sagen mehr als tausend Worte - doch wie kann der Betrachter Kunst in Worte fassen? Wie kann man mit Texten anderen Menschen Bilder näherbringen?

Wir haben zwei Kunstwerke ausgewählt und riefen dazu auf, eine Bildbetrachtung an uns zu senden. Außerdem gab es noch eine "freie Rubrik".

Mit Teilnahme an diesem Wettbewerb hat der Einsender bestätigt, dass er onlinekunst.de die Genehmigung zur Veröffentlichung auf onlinekunst.de gibt.

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Die Teilnehmer haben einen Harenberg Kunst Tageskalender 2006 gewonnen: Im Reich der Künste - von Botticelli über William Turner und Frida Kahlo bis Andy Warhol - der Kunstkalender präsentiert berühmte Künstler und hochkarätige Werke aus allen Epochen und Stilrichtungen.
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Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern!

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