Der Computergarten am 30. August

Abbildung: Veilchen. Scan: Inga Schnekenburger

Abbildung: Veilchen. Scan: Inga Schnekenburger
In der Antike war das Veilchen sogar eine heilige Blume. Es war dem Gott Pan geweiht
und zu Ehren des Saturn wurden Veilchenkränze auf dem Kopf getragen.

Die Heil- und Duftpflanze: Veilchen Die Geburtstagskinder

Schon Hippokrates setzte das Veilchen für allerlei Beschwerden ein, unter anderem gegen Sehstörungen, Kopfschmerzen und Melancholie. In der heutigen Naturheilkunde wird das Veilchen vorwiegend bei Beschwerden der Atemwege, z.B. Husten und Bronchitis eingesetzt. Linktipp: heilkraeuter.de. Veilchen liefern in der Chemie die Reagenzflüssigkeit für das Lackmuspapier, das bei der Berührung mit Säuren rot, bei der Berührung mit Laugen blau verfärbt. Übrigens war das Hainveilchen (Viola riviniana) die Blume des Jahres 2002.

  • Giovanni Domenico Tiepolo
  • Gisela von Arnim
  • Julian Alden Weir
  • Philipp Peter Roos
  • Jacques-Louis David
  • Viola Kaesmacher

Bauernregel: Bischof Felix (30. August) zeiget an, was wir in vierzig Tag' für ein Wetter han. Bauernregeln


Giovanni Domenico Tiepolo: Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca, Szene: Die Liebeserklärung.

Abbildung: Giovanni Domenico Tiepolo: Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca, Szene: Die Liebeserklärung. 1757, Fresko. Vicenza, Villa Valmarana. Land: Italien. Stil: Rokoko.

Giovanni Domenico Tiepolo

geboren am 30. August 1727 in Venedig, gestorben am 3. März 1804 in Venedig. Wirkungsorte: Venedig, Veneto, Madrid

Werkauswahl

  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca, Szene: Angelica und Medorus in Begleitung zweier Bauern, 1757
  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca, Szene: Angelica und Medorus in Begleitung zweier Bauern, Detail: Bauernpaar, 1757
  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca,
    Szene: Apoll und Diana, 1757
  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca,
    Szene: Bauernfamilie beim Mahl, 1757
  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca,
    Szene: Chinesischer Prinz beim Wahrsager, 1757
  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca,
    Szene: Chinesischer Stoffhändler, 1757
  • Fresken in der Villa Vallmarana, Vicenca,
    Szene: Der Marktschreier, 1757

Johann Balthasar Neumann besaß das größte Architekturbüro seiner Zeit. Zu dem gewaltigen Bau der Würzburger Residenz er unzählige Berater und viele Pläne heran. Er arbeitete mit den Venezianer Malern G. Battista Tiepolo und seinen Söhnen Dominicus und Titus Tiepolo zusammen, die die Fresken malten.


Gisela von Arnim  von Louise Caroline Seidler (1786-1866)

Gisela von Arnim, deutsche Erzählerin

geboren am 30. August 1827, gestorben am 4. April 1889.

Gisela von Arnim wurde als letztes Kind von Achim und Bettine von Arnim geboren. Sie wuchs auf im Umkreis und mit der Lektüre der romantischen Dichter. Eine geregelte Schulbildung genoss sie nicht, die älteren Schwestern Maxe und Armgart ersetzten Lehrer und Schule; Lektüre und Fibeln waren überwiegend Märchensammlungen der Romantiker. Besonderes Interesse zeigte sie für Wilhelm Hauff.

Ihre ersten kreativen Schreibversuche waren Märchen, eine Gattung, die sie ihr Leben lang bevorzugte. Zusammen mit ihren Schwestern gründete sie den Kaffeter-Kreis, zuerst als "Jungfrauen-Orden", später wurden es ein regelrechter literarischer Salon, zu dem auch Männer zugelassen waren (Ehrenmitglieder waren Hans Christian Andersen und Emmanuel Geibel). 1859 heiratete sie Herman Grimm, einen Sohn Wilhelm Grimms. Quelle und Linktipp: Projekt Gutenberg

Abbildung links: Gisela von Arnim
von Louise Caroline Seidler (1786-1866)

Werkauswahl

  • 1844 Mondkönigs Tochter (Märchen)
  • 1848 Aus den Papieren eines Spatzen (Märchen)
  • Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns (Märchen, zusammen mit Bettine von Arnim)
  • Das Licht (Märchenspiel)
  • Die gelbe Haube (Märchenspiel)
  • Das Leben der Hochgräfin Gritta von Rattenzuhausbeiuns

 


Weitere Geburtstagskinder

Julian Alden Weir

geboren am 30. August 1852 in West Point, New York, gestorben am 8. Dezember 1919 in New York. Wirkungsorte: Paris, New York

Philipp Peter Roos

genannt: Rosa da Tivoli, geboren am 30. August 1657 in St. Goar am Rhein oder Frankfurt am Main, gestorben am 17. Januar 1706 in Rom.

Jacques-Louis David

geboren am 30. August 1748 in Paris, gestorben am 29. Dezember 1825 in Brüssel. Wirkungsorte: Paris, Rom, Brüssel

Abbildung unten: Jacques-Louis David: Porträt Madame Récamier, 1800, Öl auf Leinwand, 173 × 243 cm. Paris, Musée du Louvre. Kommentar: Gemälde unvollendet. Land: Frankreich. Stil: Klassizismus.

Franz von Stuck:  Unschuld

Abbildung oben: Unschuld, 1889.
68 x 61 cm, Öl auf Leinwand. Stil: Symbolismus

Gedenken an Franz von Stuck

geboren am 23. Februar 1863 in Tettenweis bei Burghausen (Niederbayern), gestorben am 30. August 1928 in München.

Werkauswahl

  • Das Diner, 1913
  • Der Kampf ums Weib, 1905
  • Der Wächter des Paradieses, 1889
  • Die Sünde, 1893
  • Fangspiel (Faun und Nymphe), um 1904
  • Faun und Nixe, 1918
  • Frühling, 1909
  • Judith und Holofernes, 1927
  • Mary mit rotem Hut, um 1902
  • Salome, 1906
  • Selbstporträt des Malers und seiner Frau im Atelier, 1902
  • Sturmlandschaft, um 1920
  • Susanna im Bade, 1913
  • Wind und Welle, um 1927

Jacques-Louis David: Porträt Madame Récamier

Sei wie das Veilchen im Moose
Sittsam bescheiden und rein
und nicht wie die stolze Rose
die immer bewundert will sein

Linktipp: Gartenveilchen.de


Herzliche Grüße an meine Tochter Viola zum Geburtstag! Inga Schnekenburger
Foto Viola im Garten

Nach einem alten Volksmärchen soll das Feldstiefmütterchen (Viola tricolor) noch stärker als das Märzveilchen (Viola odorata) geduftet haben. Da es im Getreide wuchs, zertraten Frauen und Mädchen, die es um seines Duftes willen sammelten, das Korn, was die Bauern sehr grämte. Da habe es die Heilige Dreifaltigkeit angefleht, ihm den Duft zu nehmen, damit es länger lebe. Quelle: gartenveilchen.de.

Veilchen

Ich steh verborgen und gebückt
Und mag nicht gerne sprechen,
Doch will ich, weil sichs eben schickt,
Mein tiefes Schweigen brechen.
Wenn ich es bin, du guter Mann,
Wie schmerzt michs, daß ich hinauf nicht kann
Dir alle Gerüche senden.



Graf

Das gute Veilchen schätz ich sehr:
Es ist so gar bescheiden
Und duftet so schön; doch brauch ich mehr
In meinen herben Leiden.
Ich will es euch nur eingestehn;
Auf diesen dürren Felsenhöhn
Ists Liebchen nicht zu finden.

Das Veilchen

Ein Veilchen auf der Wiese stand,
Gebückt in sich und unbekannt;
Es war ein herzigs Veilchen.
Da kam eine junge Schäferin
Mit leichtem Schritt und munterm Sinn
Daher, daher,
Die Wiese her, und sang.

Ach! denkt das Veilchen, wär' ich nur
Die schönste Blume der Natur,
Ach, nur ein kleines Weilchen,
Bis mich das Liebchen abgepflückt
Und an dem Busen matt gedrückt!
Ach nur, ach nur
Ein Viertelstündchen lang!

Ach! aber ach! das Mädchen kam
Und nicht in acht das Veilchen nahm;
Ertrat das arme Veilchen.
Es sank und starb und freut' sich noch:
Und sterb' ich denn, so sterb' ich doch
Durch sie, durch sie,
Zu ihren Füßen doch.

Johann Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe
Aus: Das Blümlein Wunderschön / Lied des gefangenen Grafen

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  • Stiefmütterchen und Veilchen - von Marion Nickig, Elke von Radziewsky
  • Von lauschigen Lauben und herzigen Veilchen - von Helga Panten, Marion Nickig
  • Die Novelle "Viola Tricolor" bildet in der Auftaktphase des eher pessimistischen Alterswerkes Storms Lichtpunkte der Hoffnung. Storm erzählt von der Überwindung der Klüfte zwischen den Menschen - es sind Freude und Lebensbejahung, die letztlich über Vorbehalte und Mißgunst siegen. bei amazon.de

Heilpflanze Veilchen

Stichworte

  • Phytotherapie
  • Duftpflanzen
  • Symbolpflanzen

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Hinweis: Die medizinischen Informationen ersetzen keine notwendige ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.


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Der Heilpflanzengarten im Computergarten. Idee und Text: Inga Schnekenburger 2005. Gestaltung: Match Moschus


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