Der Computergarten am 26. August

Abbildung: Ebereschen-Beeren. Foto von Inga Schnekenburger

Abbildung: Ebereschen-Beeren. Foto von Inga Schnekenburger
Da die Beeren gerne von Vögeln gefressen werden, heißt die Eberesche auch Vogelbeerbaum.
Beim Verzehr größerer Mengen roher Beeren kann es bei Menschen zu Reizungen der Schleimhäute kommen.

Die Heilpflanze: Eberesche/Vogelbeerbaum Die Geburtstagskinder
Die Eberesche galt den Druiden als heiliger Baum und wird auch noch heute wegen ihrer schützenden Eigenschaft geehrt. Einst betrachtete man in ihr ein Abwehrmittel gegen Hexerei und pflanzte sie deshalb oft in Gärten und nahe ans Haus. Linktipp: Das richtige Kraut für jeden Zweck
  • Guillaume Apollinaire
  • Ludwig Aurbacher

Bauernregel: Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben. Mehr Bauernregeln


 

Du verbirgst die Fäulnis der Heiligen Drei Könige
Dein Atem ist Weihrauch deine Seufzer Wolken
O Dom ich bin nicht der einzige der dich liebt.

Le Dome de Cologne (Ausschnitt)
Weihrauch

Guillaume Apollinaire (Wilhelm Apollinaris de Kostrowitski)
Französischer Dichter und Kritiker

Geboren am 26.August 1880 in Rom/Italien, gestorben am 9. November 1918 in Paris/Frankreich. Französischer Dichter und Kritiker italienischer Abstammung; Surrealismus.

Apollinaire wurde am 26. August 1880 als unehelicher Sohn eines polnischen Adeligen in Rom geboren, besuchte das Lycée Saint-Charles in Monaco und ließ sich schließlich 1899 in Paris nieder. Seit 1902 arbeitete er als Hauslehrer, unter anderem in Bad Honnef. Er war Verfasser erotischer Literatur und Mitarbeiter bei Zeitungen und Zeitschriften. In Paris gab er einige kleinere Zeitschriften heraus, darunter "Les Soirées de Paris" (1913-1918). Ab 1913 war er zentraler Punkt eines jungen Dichterkreises. In Paris verkehrte Apollinaire in avantgardistischen Künstlerkreisen und freundete sich unter anderem mit Pablo Picasso und Georges Braque an.

Mit seinem Versuch, eine Verbindung von Poesie und bildender Kunst herzustellen, übte er großen Einfluss sowohl auf die französische Dichtung als auch auf die Entwicklung der modernen Kunst aus. Apollinaires Essaysammlung "Les peintres cubistes" (1913, "Die Maler des Kubismus") gilt als Werk von herausragender Bedeutung, das dem Kubismus größere Beachtung brachte. Zu seinen Prosawerken zählen ferner die dem Symbolismus verpflichtete Erzählung "Le poète assassiné" (1916, "Der gemordete Dichter") aus dem gleichnamigen Erzählungsband, der geprägt ist von seinen Erfahrungen als Soldat im 1. Weltkrieg (wo er als Freiwilliger teilnahm und 1916 schwer verwundet wurde), sowie das Bühnenstück "Les mamelles de Tirésias" ("Die Brüste des Tirésias", verfasst 1903, veröffentlicht 1918). Apollinaire selbst bezeichnete Letzteres als "surrealistisch" und gab damit der Bewegung des Surrealismus ihren Namen.

Große Aufmerksamkeit fanden seine Gedichtbände "Alcools" (1913, "Alkohol"), der als sein Meisterwerk angesehen wird, und "Calligrammes" (1918, "Kalligramme"). Kennzeichnend für Apollinaires Lyrik sind sein Hang zur Abstraktion und zum Auflösen raum-zeitlicher Kontinuität, das Fehlen jeglicher Interpunktion sowie das Experiment mit neuen typographischen Formen. Auf diese Weise strebte er eine "Übersetzung" der Realität im Kunstwerk an. Apollinaire starb am 9. November 1918 in Paris.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Le Bestiaire ou Cortège d'Orphée/Bestiarium, Erz.(1911/1959)
  • Die Maler des Kubismus, Essay (1913/1956)
  • Alcools, Gedichte (1913)
  • Der gemordete Dichter, Roman (1916/1967)

Linktipps

Hitliste der Jahrhundertdichter

Die wichtigsten Dichter
des 20. Jahrhunderts

Deutscher Sprachraum

  • 1. Gottfried Benn
  • 2. Paul Celan
  • 3. Bertolt Brecht
  • 4. Rainer Maria Rilke
  • 5. Georg Trakl
  • 6. Ingeborg Bachmann
  • 7. Ernst Jandl
  • 8. Günter Eich
  • 9. Friederike Mayröcker
  • 10. Hans Magnus Enzensberger

International

  • 1. Ezra Pound
  • 2. Guillaume Apollinaire
  • 3. Osip Mandel'tam
  • 4. Inger Christensen
  • 5. Giuseppe Ungaretti
  • 6. Pablo Neruda
  • 7. William Carlos Williams
  • 8. Anna Achmatova
  • 9. Seamus Heaney
  • 10. Thomas Stearns Eliot

Quelle: DasGedicht, Zeitschrift für Lyrik, Essay und Kritik 7


Aurbacher
Schwank: Der Hahn im Korb

Zur Zeit, da es noch Sitte war, Narren zu halten an den Höfen, hatte ein Fürst einen solchen Schalk, der wegen seiner lustigen Streiche und gescheiten Einfälle bekannt und beliebt war.

Eines Mittags, da man zur Tafel ging, aber der Narr noch fehlte, sagte der Fürst zu den eingeladenen Herren, um den Narren mit guter Art züchtigen zu können, habe er einen Schwank im Sinne. Es sollte jeder von ihnen ein Ei zu sich stecken und wenn er's befehle, herfürlangen.

Als sie nun sämtlich bei Tafel saßen und die Reden durcheinander liefen und überlaut wurden, rief der Fürst, scheinbar vor Unmut: "Das gackert und gluckt ja, als wenn ein Hennenvolk beisammen wäre!
Nun will ich aber auch die Eier sehen, die gelegt werden, geschwind!" Und er wandte sich zum Nächsten, der neben ihm saß.

Der duckte und schmuckte sich alsogleich und druckte und legte das Ei vor sich auf den Tisch. Desgleichen taten der andere, der dritte, die übrigen, so wie die Reihe an sie kam. Zuletzt war's am Narren, dass er ein Ei legen sollte.

Der aber erhob sich auf seinem Sitz und schlug mit den Armen, als wie mit Flügeln und schrie: "Kikeriki!" - "Was will das?" ,fragte der Fürst. "Ei" ,antwortete der Narr, "da, wo so viele Hennen sind, muss ja doch wohl auch ein Hahn sein." Dieser Einfall ergötzte den Herrn und der Narr entging nicht nur der zugedachten Züchtigung, sondern verblieb auch, was er bisher gewesen, der Hahn im Korb.

Weiteres Geburtstagskind
Ludwig Aurbacher

Auerbacher wurde am 26.08.1784 in Türkheim/Schwaben geboren. Sein Vater war Nagelschmied. Auerbacher besuchte die Schule in Landsberg und war seit 1793 Chorknabe in Dießen/Ammersee.

Von 1795-1796 besuchte er das Benediktinerseminar in München und wechselte 1797 zum Stift Ottobeuren. 1803 trat er wegen seiner zerrütteten Gesundheit aus dem Orden aus.

Von 1804-1808 war er Hofmeister beim Stiftkanzler von Weckbecker in Ottobeuren. Von 1809-1832 war er Professor für deutschen Stil und Ästhetik am Kadettenkorps in München. Aurbacher starb am 25.05.1847 in München.

Werkauswahl

  • 1813 Mein Ausflug an den Ammersee
  • 1816 Erinnerungen aus dem Leben einer frommen Mutter (Erzählung)
  • 1823 Perlenschnüre (Sprüche)
  • 1824 Erinnerungen an Gastein (Gedichte)
  • 1826 Dramatische Versuche (Drama)
  • 1827-1829 Ein Volksbüchlein (Erzählungen)
  • 1830 Berlenburger Fibel (Erzählungen)
  • 1841 Kunz von Rosen (Erzählung)
  • 1842 Aus dem Leben und den Schriften des Magisters Herle und seines Freundes Mänle (Erzählungen)
  • 1881 Gesammelte größere Erzählungen
  • 1889 Historia von den Lalenbürgern

 


Gedenken an Frans Hals, geboren um 1582/83 in Antwerpen, gestorben am 26.08.1666 in Haarlem

Heilpflanze Eberesche

Stichworte

  • Symbolpflanze
  • Volksmedizin
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Hinweis: Die medizinischen Informationen ersetzen keine notwendige ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.


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Der Heilpflanzengarten im Computergarten. Idee und Text: Inga Schnekenburger 2005. Gestaltung: Match Moschus


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