Foto-Show:
Stockrosen/Malven. Fotos von Inga Schnekenburger Stockrosenblüten (ohne die
Kelche) besitzen neben ihrer Heilwirkung auch
eine Bedeutung
als Lebensmittelfarben beim Färben von
Weinen und Tees.
Die Heilpflanze: Stockrose
Die Geburtstagskinder
"Malvengewächse beeindrucken
uns oft durch ihre prächtigen Blüten
und sind darum als Zierpflanzen in Haus
und Garten beliebt." Linktipp: Arznei-,
Wirtschafts- und Zierpflanzen thieme-connect.de
Jean Michel Jarre
George Stubbs
Karoline Christiane Louise Rudolphi
Bauernregel:
Bartholomäus (24. August) hat's Wetter
parat, für den Herbst bis zur Saat.
Mehr Bauernregeln
Jean-Michel
Jarre
französischer Komponist
Am 24. August 1948 wurde Jean Michel
Jarre in Lyon/Frankreich geboren. Sein
Vater ist Maurice Jarre, ein hochdekoerierter
Soundtrack-Komponist. Jean Michel wollte
keine klassische Musik machen, sondern
verschrieb sich erst dem Jazz und spielte
dann in einer Rockband mit dem Namen "Mystere
IV", bevor er später ein Schüler
Pierre Schaeffers wurde.
Schaeffer beeindruckte Jarre durch das
Aufbrechen von musikalischen Konventionen
und seine visionäre Sicht der Dinge.
Nach und nach versuchte sich Jean Michel
an elektronischen Instrumenten und entwickelte
seinen eigenen Stil. 1977 erschien "Oxygene"
- Ein Meilenstein in der elektronischen
Musik.
Mit
einem Schlag war Jean Michel weltbekant.
Dies steigerte sich noch durch die folgenden
Alben und 1979 schrieb er sich durch ein
riesiges Open Air Konzert ins Guinessbuch
der Rekorde ein. Die geschätzte Anzahl
von einer Millionen Zuschauer war Zeuge
der Gigantomanie, für die Jarre in
Zukunft in aller Munde bleiben sollte.
Ob, wie zum Jahrtausendwechsel in der
Wüste, oder zum 200. Jahrestag der
französischen Revolution, an besonderen
Orten und Zeiten taucht Jarre immer wieder
auf und exerziert eine perfekte Mischung
audiovisueller Reize. Quelle und Linktipp:
beepworld.de/members19/theq
Sehr ausführliche Biographie von
Jean-Michel Jarre: www.pielawa.de
Gepard mit zwei indischen Dienern
und einem Hirsch, 1765
Gimcrack mit einem Reitknecht auf
Newmarket Heath, 1765
Pavian und Albino-Makake, um 1780
Pferd wird von einem Löwen angefallen,
um 1762
Pferde in einer Landschaft, um 1760-1770
Porträt der Isabella Saltonstall
als Una, Oval, um 1765-1775
Porträt des Jockeys John Larkin,
Detail, 1768
Ein weiteres Geburtstagskind:
George Stubbs
geboren am 24. August 1724 in Liverpool
gestorben am 10. Juli 1806 in London
Wirkungsorte: London, Rom, Marokko. Abbildung
oben: George Stubbs: Schlafender Leopard,
Oval. um 1780, Emaillefarben. Upperville
(Virginia), National Gallery of Art. Land:
Großbritanien. Stil: Romantik.
Ein Gärtner,
der mit strenger Hand
An seinen Bäumen schnitt und band,
Und wenn er wilde Zweige fand,
Sogleich von innerm Zorn entbrannt,
Den Bäumchen drohete,
den Übermuth zu zwingen,
In eine Hecke sie zu bringen.
Der Gärtner,
als er putzt und hieb,
Fand auch ein Bäumchen schlank und
zart,
Von schönem Wuchs, und seltner Art,
Das aller Kenner Urtheil nach,
Ihm Frucht und Schatten früh versprach,
Das aber ihm zu hitzig trieb.
Da holt' er Binsen
sich, und bald
Band er mit grausamer Gewalt
Den wilden Zögling fest an eine Stange.
Das arme Bäumchen, ach! es stand
Betrübt, und schmachtete so lange,
Bis es verdorrt an seiner Stange
Der weise Gärtner fand.
Karoline
Rudolphi
Karoline Christiane
Louise Rudolphi
geboren am 24. 8. 1754 in Magdeburg oder
Berlin,
gestorben am 15. 4. 1811 in Heidelberg.
Ihr Vater war Präzeptor an der Mädchenschule
des Waisenhauses in Potsdam. Er starb,
als Karoline neun Jahre alt war. Während
ihr Bruder Ludwig die Lateinschule in
Halle besuchen konnte, musste sie mit
Handarbeiten und später mit Stundengeben
zum Lebensunterhalt beitragen. Die Autodidaktin
begann früh zu dichten, neben religiösen
Jahreszeiten-, Morgen- und Abendliedern
verfasste sie auch kleine Fabeln sowie
Gelegenheits- und Widmungsgedichte. Die
Gedichte wurden in verschiedenen Journalen
veröffentlicht (Iris; Deutsches Museum;
Teutscher Merkur), im Jahre 1781 erschien
ihre erste Gedichtsammlung (Gedichte,
Erste Sammlung. Mit einigen Melodien von
Reichardt. Berlin, 1781).
Nachdem die von ihr gewünschte Heirat
nicht zustandekam, verzichtete Rudolphi
für immer auf eine Ehe. Sie wurde
zunächst Erzieherin bei der Familie
von Röpert in Trollenhagen bei Neubrandenburg.
1785 gründete sie ein Mädchenpensionat
in Hamm bei Hamburg. Dort schloss Rudolphi
Freundschaft mit Klopstock und verkehrte
im schöngeistig-aufgeklärten
Reimarus-Kreis.
1803 verlegte sie ihre Erziehungsanstalt
nach Heidelberg, wo sich mit der Reorganisation
der Universität durch Kurfürst
Karl Friedrich von Baden so berühmte
Persönlichkeiten einfanden, wie Creuzer,
Görres, Achim von Arnim, Brentano,
Voß und Friedrich Heinrich Christian
Schwarz, mit denen Rudolphi - als »weiblicher
Sokrates« hochgeachtet und berühmt
- freundschaftlichen Umgang pflegte. In
ihrem Gemälde weiblicher Erziehung
(2 Bde., Heidelberg 1807) hielt sie ihre
pädagogischen Erfahrungen fest und
setzte sich mit den pädagogischen
Strömungen der Zeit auseinander.
Muß man, der
Wildheit vorzubaun,
Die Lebensgeister dann ersticken?
So sah ich manch Genie erdrücken,
Das (Gott verzeih's dem Pädagogen,
Der es zu einem Nichts erzogen!)
Geschaffen ward, mit Schatten zu erfreun,
Mit Früchten süß und rein,
Den müden Wandrer zu erquicken.
Des
Morgens
Im September 1779
Da bist du ja, du gute Sonne, wieder,
So hold als ich dich gestern sah,
Blickst all so gut, so freundlich auf
mich nieder.
Und ich - ich bin auch wieder da.
Kann dich gehüllt im Strahlenmantel
sehen,
Herauf den schönen blauen Pfad,
In aller Glorie des Himmels gehen,
Womit dich Gott bekleidet hat.
Kann, wie durch deines großen Schöpfers
Milde
Du Leben um dich breitest, sehn,
Sehn, wie rund um die traurenden Gefilde
Bey deinem Anblick lächelnd stehn;
Kann, so wie du, mit liebevollem Blicke
Auf Gottes schöner Schöpfung
ruhn,
Kann auch zu seiner lieben Menschen Glücke
Mein kleines Theil noch heute thun.
Nur so wie du, ein Segen seiner Erden,
Du großes wunderbares Licht!
Wie du, voll Himmelskraft, wohlthätig
werden,
Dies, liebe Sonne, kann ich nicht.
Doch kann ich deinen guten Schöpfer
oben,
Den großen Quell von deinem Licht,
Mit dieser meiner Menschenseele loben,
Und dies, o Sonne, kannst du nicht.
Daß ich dies kann - ja, es ist Himmelswonne!
Ich tausch um allen deinen Glanz,
Um deine Glorie, du große Sonne,
Nicht einen Strahl aus meinem Kranz.
Karoline
Rudolphi
An
meine Reseda
1774
Du da im
Putze grüner Blätter,
Dich schuf der gütigste der
Götter
Gewiß allein, allein für
mich:
Wer schützt für dich den
kleinen Garten?
Wer weiß dich zärtlicher
zu warten,
Zu lieben mehr, als ich?
Ja liebes
Bäumchen, dich zu pflegen,
Mit frischer Erde zu belegen,
Und immer, wenn dir Saft gebricht,
Aus jenem Quellchen dich zu tränken
Und sorgsam stets an dich zu denken,
Ist meine süße Pflicht.
Und soll
es bleiben; denn wie Schwestern
Rief uns der gute Himmel gestern,
Heißt morgen welken mich und
dich, -
Und - wollen wir uns weiter messen,
Wer lebt, wer stirbt einst so vergessen,
Als, Bäumchen, du und ich?
Karoline
Rudolphi
Heute färben noch
einzelne Pflanzenfärber mit Reseda
Baumwolle oder Seide. Früher wurden
die Wurzeln der Reseda in der Medizin als
harn- und schweißtreibende Mittel
verwendet. Linktipp:
seilnacht.com
Gedenken an Parmigianino
eigentlich: Girolamo Francesco Maria Mazzola
geboren am 11. Januar 1503 in Parma
gestorben am 24. August 1540 in Casalmaggiore
bei Parma
Wirkungsorte: Rom, Bologna und Parma
Werkauswahl
Die Madonna mit der Rose, 1528-1530
Madonna mit dem Hl. Stephan und Johannes
dem Täufer, 1539-1540
Madonna mit dem langen Hals, 1534-1540
Madonna mit dem langen Hals, Detail: Kopf
der Madonna, 1534-1540
Madonna mit Hl. Magaretha, Hl. Petrus,
Hl. Hieronymus und Hl. Michael, 1527-1529
Madonna mit Hl. Magaretha, Hl. Petrus,
Hl. Hieronymus und Hl. Michael, Detail, 1527-1529
Porträt einer jungen Dame, genannt
Anteia, 1535-1537
Thronende Madonna, Hl. Zacharias, Hl. Johannes
der Täufer und Hl. Maria Magdalena, um
1530
Thronende Madonna, Hl. Zacharias, Hl. Johannes
der Täufer und Hl. Maria Magdalena, Detail,
um 1530
Hinweis: Die medizinischen Informationen ersetzen keine notwendige
ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
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Der Heilpflanzengarten im Computergarten. Idee und Text: Inga Schnekenburger
2005. Gestaltung: Match Moschus