Abbildung:
Holunder (Sambucus nigra L.). Foto
von Inga Schnekenburger Im Volksglauben hausen gute Geister
in Holunder-Bäumen, daher überlegt
sich der abergläubische Landbewohner
ganz genau, ob er einen Holunder fällen
soll oder nicht.Beeren-Sammelzeit: September-Oktober
Die Heilpflanze: Holunder
Das Geburtstagskind
Für medizinische Zwecke werden die
Blüten, die Früchte
sowie die Blätter verwendet. Holunder-Zubereitungen
aus reifen Beeren sollen als Mittel bei
Lungenentzündung helfen. Extra-Seite
bei onlinekunst.de über Holunder
Alfred Lichtenstein
Gabriel Cornelius von Max
Bauernregel:
Wenn's regnet im August, regnet's Honig und
guten Most.
Mehr Bauernregeln
Alfred
Lichtenstein deutscher Jurist und Schriftsteller
Alfred Lichtenstein wurde am 23.08.1889
in Berlin geboren. Dort besuchte er auch
die Schule und studierte Jura. Seinen
Dr. der Rechte erhielt er 1913 an der
Universität Erlangen. Im gleichen
Jahr ging er als Freiwilliger in das bayerische
Infanterieregiment und nahm von Kriegsbeginn
am 1. Weltkrieg teil. Er fiel am 25.09.1914
in Vermandevillers/Reims an der Westfront.
Viele kranke Leute gehen in den Gärten
Her und hin und liegen in den Hallen.
Die die Kränksten sind, verfiebern
Alle armen Tage in dem heißen
Grab der Betten.
Ach, katholische Schwestern schweben
Müd umher in schwarzen Gewändern.
Gestern ist einer gestorben. Heute kann
einer sterben.
In der Stadt feiern sie Fasching.
Den Unterschied
Möchte ich Klavier spielen können.
Alfred Lichtenstein
Abschied
Vorm Sterben mache
ich noch mein Gedicht.
Still, Kameraden, stört mich nicht.
Wir ziehn zum Krieg.
Der Tod ist unser Kitt.
O, heulte mir doch die Geliebte nit.
Was liegt an mir.
Ich gehe gerne ein.
Die Mutter weint. Man muss aus Eisen sein.
Die Sonne fällt
zum Horizont hinab.
Bald wirft man mich ins milde Massengrab.
Am Himmel brennt
das brave Abendrot.
Vielleicht bin ich in dreizehn Tagen tot.
Alfred
Lichtenstein (kurz vor der Abfahrt
zum Kriegsschauplatz
für Peter Scher)
Ein weiteres Geburtstagskind Gabriel
Cornelius von Max
geboren am 23. August 1840 in Prag, gestorben
am 24. November 1915 in München.
Abbildung rechts: Findelkind, 1870-1880,
Öl auf Leinwand, 32,5 × 25,5
cm. St. Petersburg, Eremitage. Kommentar:
Genremalerei, Replik zu einem 1870 entstandenen
Gemälde. Land: Deutschland. Stil:
Realismus.
Gedanken an...
Ferdinand Georg Waldmüller. Geboren
am 15. Januar 1793 in Wien, gestorben
am 23. August 1865 in Hinterbrühl
bei Wien.
Auswahl der Werke:
Alte Ulmen im Prater, 1831
Am Fronleichnamsmorgen, 1857
Am Klostertor, 1846
Der Dachstein vom Sophienplatze aus,
1835
Die Erwartete, 1860
Die Familie des Notars Dr. Josef
August Eltz, 1835
Kinder, 1834
Vorfrühling im Wienerwald, um
1861
Wolfgangsee, 1835
Afra
Ein Kind mit braunem Haar. Gebet und
Amen
Verdunkeln still die abendliche Kühle
Und Afras Lacheln rot in gelbem Rahmen
Von Sonnenblumen, Angst und grauer Schwüle.
Gehüllt in blauen Mantel sah vor
Zeiten
Der Mönch sie fromm gemalt an Kirchenfenstern;
Das will in Schmerzen freundlich noch
geleiten,
Wenn ihre Sterne durch sein Blut gespenstern.
Herbstuntergang; und des Holunders Schweigen.
Die Stirne rührt des Wassers blaue
Regung,
Ein harnes Tuch gelegt auf eine Bahre.
Verfaulte Früchte fallen von den
Zweigen;
Unsäglich ist der Vogel Flug, Begegnung
Mit Sterbenden; dem folgen dunkle Jahre.
Hinweis: Die medizinischen Informationen ersetzen keine notwendige
ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
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