
Das
weiße Gesicht der Zaunwinde (Calystegia
sepium), Foto Inga Schnekenburger
Die Zaunwinde war früher ein beliebtes
Abführmittel. Im Mittelalter
versuchten arabische Ärzte sogar, Gelbsucht
mit ihr zu heilen.
1949-1951 |
Besuch einer Aufbauklasse
für Arbeiterkinder in Stolberg/Erzgebirge
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1949 |
Eintritt in die SED |
1951-1955 |
Nach dem Abitur studiert Kunze Philosophie
und Journalistik an der Karl-Marx-Universität
in Leipzig. Dort hört er auch Vorlesungen
von Hans Mayer (geboren 1907) und Ernst
Bloch, die später in die Bundesrepublik
übersiedeln. |
1953 |
Veröffentlichung erster Gedichte
in der Zeitschrift "Neue Deutsche Literatur"
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| 1955-1959 |
Wissenschaftlicher Assistent an der Journalistischen
Fakultät der Karl-Marx-Universität
Leipzig |
1959-1961 |
Arbeit als Holfsschlosser im Schwermaschinenbau
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1961 |
Heirat mit einer tschechischen Ärztin |
1962 |
Freischaffender Schriftsteller in Greiz/Thüringen
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1968 |
Nach der gewaltsamen Beendigung des Prager
Frühlings durch die Warschauer Paktstaaten
tritt Kunze aus der SED aus. Das Ministerium
für Staatssicherheit legte eine Akte
über Kunze mit dem Decknamen "
Lyrik " an |
1969 |
Während die Veröffentlichung
seiner Werke in der DDR nahezu unmöglich
wird, etabliert er sich
in der Bundesrepublik mit seinem Gedichtband
"Sensible
Wege" (1969), dem Kinderbuch
"Der
Löwe Leopold fast Märchen, fast
Geschichte" (1970) und dem Gedichtband
"Zimmerlautstärke"
(1972). In "Sensible Wege" zeigt
Kunze sich als einen Mann, der die Rechte
des einzelnen verteidigt und bekennt sich
in kritischer Liebe zu seinem Land. In dem
Band "Zimmerlautstärke" vergleicht
er Anspruch und Wirklichkeit in der DDR.
Eine Reihe der Gedichte sind der Tschechoslowakei
gewidmet. |
1973 |
Kunze darf, unter Verzicht auf einige
kritische Texte in Leipzig die Lyrikauswahl
"Brief mit blauem Siegel" veröffentlichen.
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1976 |
Nach der Veröffentlichung des
Prosabandes "Die
wunderbaren Jahre" in einem bundesdeutschen
Verlag kommt es zum endgültigen Bruch
mit der DDR-Regierung. Der Prosaband beschreibt
in Momentaufnahmen den Alltag der DDR-Jugend,
die zu Anpassung und Gehorsam erzogen
wird. Kunze wird daraufin aus dem DDR-Schriftstellerverband
ausgeschlossen, was einem Berufsverbot
gleichkommt. Kunze schließt sich
dem Protest gegen die Ausbürgerung
des Liedermachers Wolf Biermann an. |
1977 |
Nachdem Kunze für sich und seine
Familie einen Antrag auf Entlassung aus
der DDR-Staatsbürgerschaft herstellt
hat, kann er bereits eine Woche später
übersiedeln. Er lässt sich in
Oberzell-Erlau bei Passau nieder.
Verleihung des Georg Trakl-Preises |
1978 |
Verleihung des G. BÜchner-Preises
|
1979 |
Auszeichnung mit dem bayrischen Filmpreis
für sein Drehbuch "Die wunderbaren
Jahre" |
1981 |
Als ersten Gedichtband nach seiner
Übersiedlung veröffentlichte
Kunze "Auf
eigene Hoffnung"
Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises |
1988-1989 |
Gastdozent füt Poetik an den Universitäten
München und Würzburg |
1990 |
Zum ersten Mal reist Kunze in seine
frühere Heimatstadt Greiz. Anschließend
schreibt er die Dokumentation "Deckname
Lyrik", die in Auszügen
seine im Verlauf von 25 Jahren aufgezeichneten
Akten des Ministeriums für Staatssicherheit
(MfS) wiedergeben. Mit
dieser Veröffentlichung enttarnt
er den Vorsitzenden der DDR-SPD Obrahim
Böhme
als langjährigen Mitarbeiter des
MfS. |
1992 |
Austritt aus der Akademie der Künste
(West) aus Protest gegen allgemeine Übernahme
aller
Mitglieder der Akademie der Künste
(Ost) |
1993 |
Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz
|
1994 |
Veröffentlichung der Schrift "Wo
Freiheit ist... Gespräche 1977-1993" |
1995 |
Ernennung zum Ehjrenbürger der Stadt
Greiz |
1996 |
Veröffentlichung des Bandes "Steine
und Lieder. Namibische Notizen und Fotos"
Auszeichnung mit dem Weilheimer Literaturpreis.
Austritt aus dem PEN - Zentrum Bundesrepublik
Deutschland anlässlich der Wiedervereinigungsverhandlungen
mit dem Deutschen PRN-Zentrum Ost |
1998 |
Veröffentlichung des Gedichtbandes
"Ein
Tag auf dieser Erde"
Verleihung des Europapreises Poesie
|
1999 |
Auszeichnung mit dem Friedrich Hölderlin-Preis
der Stadt Bad Homburg |