Der Computergarten am 16. August

Das weiße Gesicht der Zaunwinde (Calystegia sepium), Foto Inga Schnekenburger

Das weiße Gesicht der Zaunwinde (Calystegia sepium), Foto Inga Schnekenburger
Die Zaunwinde war früher ein beliebtes Abführmittel. Im Mittelalter
versuchten arabische Ärzte sogar, Gelbsucht mit ihr zu heilen.

Die Pflanze: Zaunwinde Die Geburtstagskinder

Weitere Indikaitonen: Blähungen, Geschwüre, Offene Beine, Verstopfung. Als Blütenessenz soll die Zaunwinde helfen, aus eigener Kraft sein Leben in die Hand zu nehmen. Linktipp: luckysoul.de

  • Reiner Kunze
  • Carl Fredric von Breda
  • Wilhelm Maximilian Wundt

Bauernregel: Wenn Sankt Rochus (16. August) trübe schaut, kommt die Raupe in das Kraut. Bauernregeln


Reiner Kunze, deutscher Schriftsteller

Reiner Kunze wird am 16. August 1933 in Oelsnitz im Erzgebirge als Sohn eines Bergarbeiters und einer Heimarbeiterin der Strumpfindustrie geboren.

Buchtipp

"Das weiße Gedicht" Über den Autor: Reiner Kunze, geboren 1933 in Oelnitz/Erzgeb.; Bergarbeitersohn, Studium der Philosophie und Journalistik in Leipzig. 1977 Übersiedlung in die Bundesrepublik.

Er publizierte bei S. Fischer und im Fischer Taschenbuch Verlag u. a. die Lyriksammlungen zimmerlautstärke, auf eigene hoffnung und eines jeden einziges leben sowie den Prosaband Die wunderbaren Jahre.

Reiner Kunze erhielt zahlreiche Literaturpreise, u. a. den Georg Büchner-Preis und den österreichischen Georg Trakl-Preis. Seine Lyrik und Prosa wurden in dreißig Sprachen übersetzt. Link zu amazon

Buchtipp: "Das weiße Gedicht"

Weitere Buchtipps

 

Ausführliche Biographie

1949-1951
Besuch einer Aufbauklasse für Arbeiterkinder in Stolberg/Erzgebirge
1949
Eintritt in die SED
1951-1955
Nach dem Abitur studiert Kunze Philosophie und Journalistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. Dort hört er auch Vorlesungen von Hans Mayer (geboren 1907) und Ernst Bloch, die später in die Bundesrepublik übersiedeln.
1953
Veröffentlichung erster Gedichte in der Zeitschrift "Neue Deutsche Literatur"
1955-1959
Wissenschaftlicher Assistent an der Journalistischen Fakultät der Karl-Marx-Universität Leipzig
1959-1961
Arbeit als Holfsschlosser im Schwermaschinenbau
1961
Heirat mit einer tschechischen Ärztin
1962
Freischaffender Schriftsteller in Greiz/Thüringen
1968
Nach der gewaltsamen Beendigung des Prager Frühlings durch die Warschauer Paktstaaten
tritt Kunze aus der SED aus. Das Ministerium für Staatssicherheit legte eine Akte über Kunze mit dem Decknamen " Lyrik " an
1969
Während die Veröffentlichung seiner Werke in der DDR nahezu unmöglich wird, etabliert er sich
in der Bundesrepublik mit seinem Gedichtband "Sensible Wege" (1969), dem Kinderbuch
"Der Löwe Leopold fast Märchen, fast Geschichte" (1970) und dem Gedichtband "Zimmerlautstärke" (1972). In "Sensible Wege" zeigt Kunze sich als einen Mann, der die Rechte des einzelnen verteidigt und bekennt sich in kritischer Liebe zu seinem Land. In dem Band "Zimmerlautstärke" vergleicht er Anspruch und Wirklichkeit in der DDR. Eine Reihe der Gedichte sind der Tschechoslowakei gewidmet.
1973

Kunze darf, unter Verzicht auf einige kritische Texte in Leipzig die Lyrikauswahl "Brief mit blauem Siegel" veröffentlichen.

1976

Nach der Veröffentlichung des Prosabandes "Die wunderbaren Jahre" in einem bundesdeutschen Verlag kommt es zum endgültigen Bruch mit der DDR-Regierung. Der Prosaband beschreibt in Momentaufnahmen den Alltag der DDR-Jugend, die zu Anpassung und Gehorsam erzogen wird. Kunze wird daraufin aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossen, was einem Berufsverbot gleichkommt. Kunze schließt sich dem Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann an.

1977

Nachdem Kunze für sich und seine Familie einen Antrag auf Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft herstellt hat, kann er bereits eine Woche später übersiedeln. Er lässt sich in Oberzell-Erlau bei Passau nieder.

Verleihung des Georg Trakl-Preises

1978
Verleihung des G. BÜchner-Preises
1979

Auszeichnung mit dem bayrischen Filmpreis für sein Drehbuch "Die wunderbaren Jahre"

1981

Als ersten Gedichtband nach seiner Übersiedlung veröffentlichte Kunze "Auf eigene Hoffnung"

Verleihung des Geschwister-Scholl-Preises

1988-1989
Gastdozent füt Poetik an den Universitäten München und Würzburg
1990

Zum ersten Mal reist Kunze in seine frühere Heimatstadt Greiz. Anschließend schreibt er die Dokumentation "Deckname Lyrik", die in Auszügen seine im Verlauf von 25 Jahren aufgezeichneten Akten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) wiedergeben. Mit
dieser Veröffentlichung enttarnt er den Vorsitzenden der DDR-SPD Obrahim Böhme
als langjährigen Mitarbeiter des MfS.

1992
Austritt aus der Akademie der Künste (West) aus Protest gegen allgemeine Übernahme aller
Mitglieder der Akademie der Künste (Ost)
1993
Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz
1994
Veröffentlichung der Schrift "Wo Freiheit ist... Gespräche 1977-1993"
1995
Ernennung zum Ehjrenbürger der Stadt Greiz
1996

Veröffentlichung des Bandes "Steine und Lieder. Namibische Notizen und Fotos"

Auszeichnung mit dem Weilheimer Literaturpreis.

Austritt aus dem PEN - Zentrum Bundesrepublik Deutschland anlässlich der Wiedervereinigungsverhandlungen mit dem Deutschen PRN-Zentrum Ost

1998

Veröffentlichung des Gedichtbandes "Ein Tag auf dieser Erde"

Verleihung des Europapreises Poesie

1999
Auszeichnung mit dem Friedrich Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg

 


Carl Fredric von Breda : Porträt einer jungen Dame mit Goldfischen

Weitere Geburtstagskinder

Carl Fredric von Breda

Carl Fredric von Breda, geboren am 16. August 1759 in Stockholm, gestorben am 1. Dezember 1818 in Stockholm.
Wirkungsorte: Stockholm, London. Abbildung links: Porträt einer jungen Dame mit Goldfischen, um 1800. Öl auf Leinwand, 76×63 cm. Göteborg, Konstmuseum. Land: Schweden. Stil: Klassizismus.

Wilhelm Maximilian Wundt

Wilhelm Maximilian Wundt wurde am 16. August 1832 in Neckarau bei Mannheim geboren. Schon als Medizinstudent entschloss er sich, Physiologe zu werden. Ab 1900 veröffentlichte Wundt seine "Völkerpsychologie" (in 10 Bänden), er verstand sie als Entwicklungspsychologie von Denken, Gefühl und Wille mittels der Analyse von Sprache, Mythos und Sitte in ihrem historischen Kontext.

Wundt starb am 31. August 1920. Im "Wundt-Gedenkzimmer" der Universität Leipzig erinnern Dokumente und Schriften an diesen Gelehrten und an die Anfänge der experimentellen Psychologie.

Heilpflanze Zaunwinde

Stichworte

  • Blütenessenzen
  • Volksmedizin
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Hinweis: Die medizinischen Informationen ersetzen keine notwendige ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.


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Der Heilpflanzengarten im Computergarten. Idee und Text: Inga Schnekenburger 2005. Gestaltung: Match Moschus


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