Abbildung:
Efeu. Foto von Inga Schnekenburger
Der an Hausmauern, an Bäumen und Gärten
kriechende Efeu (Hedera helix)
zählt zu den ältesten Kult-, aber
auch Kulturpflanzen
Die Heilpflanze: Efeu
Die Geburtstagskinder
Bereits Hippokrates schwärmte von
der Heilwirkung des Efeus bei Husten. Anwendungsgebiete:
Bronchitis, Geschwüre, Gicht, Keuchhusten,
Menstruationsprobleme, Rheuma, Zellulitis
Bauernregel:
Wenn die Ameisen sich verkriechen, wird es bald
vom Himmel gießen. Mehr
Bauernregeln
Ernst
(Maria Richard) Stadler
Geboren am 11. August 1883 in Colmar/Elsass,
gestorben am 30. Oktober 1914 Zandvoorde
bei Ypern.
Ernst Stadler gründete den "Stürmer",
gemeinsam mit Rene Schickele, Hans Koch,
Otto Flake und anderen.
Stadler wuchs in Straßburg
auf, wo sein Vater seit 1886 als Ministerialrat
Kurator an der Universität war.
1902
Noch
vor dem Abitur schließt er
sich dem »Jüngsten Elsaß«
an, einer Gruppe schriftstellerisch
ambitionierter Altersgenossen. Freundschaftliche
Beziehungen ergaben sich besonders
zu dem Wortführer René
Schickele und zu Otto Flake.
1906
Abschluss des
Studiums der Germanistik, Romanistik
und Vergleichenden Sprachwissenschaft
in Straßburg und München.
Promotion.
1906
Cecil-Rhodes-Stiftung
nach Oxford
Habilitationsschrift über Wielands
Shakespeare-Übersetzung
1908
/09 Lehrtätigkeit
als Privatdozent an der Straßburger
Universität
1909
/10 Zurück
nach Oxford.
Danach als Dozent an die Université
libre in Brüssel
1913
Berufung als
associate professor nach Toronto
Sseine Dozentur sollte Ende September
1914 beginnen. Gleich zu Anfang des Ersten
Weltkrieges wurde er jedoch einberufen
und fiel nach drei Monaten. Am 30. Oktober
1914 erschlug ihn südöstlich
von Ypern bei Zandvoorde eine Granate.
Die Grabstätte ist auf dem Friedhof
in Ruprechtsau.
Werkauswahl
1904 Praeludien (Gedichte)
1906 Über das Verhältnis der Handschriften
D und G von Wolframs Parzival (Dissertation)
1910 Wielands Shakespeare (Habilitations-Schrift)
1913 Das Balzac-Buch. Erzählungen und Novellen
(Übersetzung)
1913 Francis Jammes: Die Gebete der Demut (Übersetzung)
1914 Der Aufbruch (Gedichte)
1918 Charles Péguy: Aufsätze (Übersetzung)
Die
Efeulauben flimmern
Der Sommermittag lastet auf den weißen
Terrassen und den schlanken Marmortreppen
die Gitter und die goldnen Kuppeln gleißen
leis knirscht der Kies. Vom müden
Garten schleppen
sich Rosendüfte her - wo längs
der Hecken
der schlaffe Wind entschlief in roten
Matten
und geisternd strahlen zwischen Laubverstecken
die Götterbilder über laue Schatten.
Die Efeulauben flimmern. Schwäne
wiegen
und spiegeln sich in grundlos grünen
Weihern
und große fremde Sonnenfalter fliegen
traumhaft und schillernd zwischen Düfteschleiern.
Ernst Stadler, Mittag
1904
Im Treibhaus
Gefleckte Moose - bunte Flechten schwanken
um hoher Palmen fächerstarre Fahnen
und zwischen glatten Taxusstauden ranken
sich bleich und lüstern zitternde
Lianen.
Gleich seltnen Faltern schaukeln Orchideen
und krause Farren ringeln ihr Gefieder
glitzernd von überwachsnen Wänden
wehn
in Flocken wilde Blütenbüschel
nieder.
Und kranke Triebe züngeln auf und
leuchten
aus jäh gespaltner Kelche wirrem
Meer
und langsam trägt die laue Luft den
feuchten
traumschlaffen Duft der Palmen drüberher.
Und schattenhaft beglänzt im weichen
gedämpften Feuer strahlt der Raum
und ahnend dämmern Bild und Zeichen
für seltne Wollust - frevlen Traum.
Ernst Stadler, 1904
Bild oben: Efeu an einem
Baum rankend.
Digitalfoto von Inga Schnekenburger
An die Schönheit
So sind wir deinen Wundern nachgegangen
wie Kinder - die vom Sonnenleuchten trunken
-
ein Lächeln um den Mund - voll süßem
Bangen
und ganz im Strudel goldnen Lichts versunken
-
aus dämmergrauen Abendtoren liefen.
Fern ist im Rauch die große Stadt
ertrunken.
Kühl schauernd steigt die Nacht aus
braunen Tiefen.
Nun legen zitternd sie die heißen
Wangen
an feuchte Blätter - die von Dunkel
triefen -
und ihre Hände tasten voll Verlangen
auf zu dem letzten Sommertagsgefunkel-
das hinter roten Wäldern hingegangen
-
ihr leises Weinen schwimmt und stirbt
im Dunkel.
Der Maler Michelangelo Unterberger, geboren
am 11. August 1695 in Cavalese, gestorben am
27. Juni 1758 in Wien. Wirkungsorte: Passau,
Wien. Werke z.B.: Hl. Sebastian, 1740-1757 und
Tod der Maria, 1740-1757
Hinweis: Die medizinischen Informationen ersetzen keine notwendige
ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
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