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Aquarelle von Inga Schnekenburger "Träume" und "Alpträume"

 

Aquarell "unheimlich" von Inga Schnekenburger

unheimlich

Inga Schnekenburger
Aquarell - Water color - Colore dell' acqua - Cor da įgua - Color del agua - Couleur de l'eau
August 2000, 16 cm x 32 cm

 

Detail aus dem Aquarell "unheimlich"

 

Winternacht

Auf rauhen Äckern liegt der Schnee
Ruinenmauern wittern in der Ferne
der volle Mond perlt weiß vom blauen Himmelssee
dein klammer Kragen fängt das kalte Licht der Sterne

Die Dunkelheiten nahn - du hast dich Gott befohlen
es knirscht dein Schritt auf harschen Schneekristallen
du gräbst die Stiefelspur mit eisessteifen Sohlen
dein Herz voll Angst läßt seine Rüstung fallen

Dreh dich nicht um, wenn dich die Häscher hetzen
in allen Furchen siehst du Gräberschatten
hörst gar den bösen Schnitter schon die Sense wetzen

Die Nacht verfliegt, am Himmel fliehn die Sterne
mit zager Hand raffst du den Mantelkragen
raffst letzten Mut, dich rasch nach Haus zu wagen

Michael Lobisch-Delija

 

Mit freundlicher Genehmigung von Michael Lobisch-Delija wurde das Gedicht dem Bild hinzugefügt. Mail an Michael Lobisch - Delija

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