Der Computergarten am 29. April

Biene auf einer Pflaumenblüte

Der rasende Reporter im Garten: Biene auf einer Pflaumenblüte
Foto: Inga Schnekenburger vom April 2002 für Egon Erwin Kisch zum Geburtstag

Mit einer winzigen Portion Blütenstaub beladen kommt die Bienen- Kundschafterin in den Stock zurück und teilt den anderen ihre Entdeckung in der Bienensprache mit. Sie übermittelt diese Information, indem sie vor ihren Stockgenossinnen einen Tanz vollführt. Die Arbeitsbienen, die im Stock greblieben sind, verstehen die Botschaft der Kundschafterin. Sie erkennen auch am Geruch des Blütenstaubes der Kundschafterin, nach welchen Blüten gesucht werden soll. Die Bienen haben eine Sprache entwickelt, um die notwendigen Informationen zur Futterquelle zu übermitteln um gesuchte Futterquelle finden können.

 


Biographie - Das Leben des Egon Erwin Kisch

Egon Erwin Kisch wird am 29. April 1885 in Prag geboren. Er ist der Sohn des jüdischen Tuchhändlers Hermann Kisch und dessen Frau Ernestine, geborene Kuh.

1903
Nach dem Abschluss der Realschule studiert Egon Erwin Kisch an der Technischen Hochschule in Prag und an der Prager deutschen Universität.
1904
meldet er sich als Einjährig-Freiwilliger.
1906
Er besucht eine Journalistenschule in Berlin
und arbeitet als Volontär beim "Prager Tagblatt".
1906
bis 1913 ist Egon Erwin Kisch Lokalreporter bei der Prager Tageszeitung "Bohemia". Hier schreibt er seine ersten Reportagen.
1913

werden Schilderungen von ihm aus Prager Armenvierteln veröffentlicht.

1913 lebt er wieder in Berlin. Er arbeitet als Dramaturg am "Künstlertheater" und schreibt für das "Berliner Tageblatt".

1914
Im Ersten Weltkrieg kämpft Egon Erwin Kisch an der serbischen Front.

Egon Erwin Kisch
"der rasende Reporter", 1855- 1948

Egon Erwin KIsch Portrait

Portrait Egon Erwin Kisch
von I. Schnekenburger

1915
Nach einer Verwundung wird er in der Schreibstube eingesetzt.Die schrecklichen Kriegserlebnisse lassen ihn zum Pazifisten werden.
1922
erscheint sein Kriegstagebuch "Soldat im Prager Korps"
(später unter dem Titel: "Schreib das auf, Kisch!").
1917
Kisch wird zum Kriegspressequartier nach Wien abberufen.
1918

Januar: Er beteiligt sich am Wiener Januarstreik, mit dem Friedensverhandlungen erzwungen werden sollen.

1. November 1918: Nach der Gründung der Roten Garde in Wien wird Kisch deren Erster Kommandant bis zum 18. November. Danach wird Egon Erwin Kisch Redakteur der Zeitschrift "Der Freie Arbeiter".

1919
Während seiner Arbeit bei der Tageszeitung "Der Neue Tag" begegnet er Joseph Roth,
es entsteht eine lebenslange Freundschaft.
1920

tritt er in die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ) ein.

Er wird aus Österreich ausgewiesen und kehrt nach Prag zurück, dort arbeitet er an den "Revolutionären Bühnen". Seine Reportagen "Die Abenteuer in Prag" werden veröffentlicht.

1921
Wieder Umzug nach Berlin. Dort arbeitet er als freier Schriftsteller. Er schreibt er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften, unter anderem für den "Berliner Börsen-Courier" und die "Rote Fahne".
1922
bis 1926 vier Jahre reist Egon Erwin Kisch durch Europa, Nordafrika und durch die Sowjetunion.
1924
wird er Mitglied im "Schutzverband Deutscher Schriftsteller".
1925

bis 1929: Redaktionsmitglied der "Neuen Bücherschau"

1925 Wechsel zur Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD).

Der Titel seines Buches "Der rasende Reporter" wird zu einem Synonym für ihn.

1926
"Hetzjagd durch die Zeit" erscheint. Kritik an den jeweiligen Zuständen wird jetzt deutlicher herausgearbeitet.
1928
Er ist Mitbegründer des "Bunds proletarisch-revolutionärer Schriftseller". Mit falschen Papieren reist Kisch 1928 in die USA, es entsteht "Paradies Amerika".
1929
Abermals Reisen durch die Sowjetunion und auch durch Südwesteuropa.
1931

bis 1932 wird er Lehrbeauftragter für Journalistik an der Hochschule in Charkow (Sowjetunion).

Er reist illegal nach China, worüber er den Bericht "China geheim" schreibt.

1933

Wieder Rückkehr nach Berlin.

Nach dem Reichstagsbrand wird Egon Erwin Kisch verhaftet. Nach zweiwöchiger Haft wird er nach Prag abgeschoben. Im Juni 1933 geht er nach Paris ins Exil, wo er in der "Internationalen Arbeiter-Hilfe" sowie im Exil-SDS mitarbeitet.

1934
Seine illegale Reise zum Weltkongress gegen Krieg und Faschismus nach Melbourne beschreibt er in "Landung in Australien".
1935
Nach Paris zurückgekehrt, ist Kisch zusammen mit Heinrich Mann im Vorstand des "Ersten Schriftstellerkongresses zur Verteidigung der Kultur", auf dem er den Vortrag "Reportage als Kunstform und Kampfform" hält.
1936
bis 1938 arbeitet er als Berichterstatter der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg.
1938
Oktober: Heirat mit Gisela Lyner in Versailles.
1939
Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs muss Egon Erwin Kisch fliehen.
Seine Flucht geht von Paris nach Mexiko.
1941
In Mexiko-City arbeitet er als Redakteur der Zeitschrift "Freies Deutschland"
und gründet den Verlag "El Libro Libre".
1945
erscheint das Buch "Entdeckungen in Mexiko".
1946

Er kehrt nach Prag zurück.

Egon Erwin Kisch stirbt am 31. März 1948 in Prag an Herzversagen.

 

Seite 2: LITERATUR und Links zu Egon Erwin Kisch

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/aprilzwei/29_04_kisch.html