1877
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Umzug
der Familie nach Wien. |
1892 |
Karl
Kraus beginnt ein Jurastudium an der Wiener Universität
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1894 |
bis
1896 studiert er Philosophie und Germanistik.
Während seines Studiums veröffentlicht er literaturkritische
Beiträge. Er tritt als Schauspieler auf, arbeitet
als Regisseur und hält Vorträge. Mit
Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal
ist er befreundet. Arthur Schnitzler und Hugo
von Hofmannsthal sind Vertreter der Gruppe "Jungwien".
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1897
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In
der Satire "Die demolierte Literatur" distanziert
er sich von der Dekadenz der Gruppe "Jungwien"
und arbeitet als Korrespondent der "Breslauer
Zeitung" in Wien. |
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1899 |
Karl
Kraus gründete die Zeitschrift "Die
Fackel" im April 1899, an der in
den folgenden Jahren verschiedene Künstler und
Schriftsteller mitarbeiten (u. a. Detlev von
Liliencron und Else
Lasker-Schüler).
"Die Fackel" entwickelt sich zu einer führenden
kultur- und gesellschaftskritischen Zeitschrift,
in der Karl Kraus 37 Jahre lang alle Bereiche
des gesellschaftlichen Lebens analysiert und
kritisiert. Er
begreift seine publizistische Tätigkeit immer
auch als Kampf gegen die Verlogenheit der Presse.
Im
Oktober 1899 tritt Karl Kraus aus der jüdischen
Religionsgemeinschaft aus. |
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1902 |
In
dem Essay "Sittlichkeit und Kriminalität" greift
er die
Doppelmoral von Justiz, Presse und Gesellschaft
an. |
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1909 |
Erste
Aphorismen erscheinen in dem Band "Sprüche und
Widersprüche". |
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1911 |
In
dem Essay "Heine und die Folgen" kritisiert
er das instrumentelle Verhältnis der zeitgenössischen
Literatur zur Sprache.
1911
wird Karl Kraus alleiniger Autor der "Fackel".
Er konvertiert 1911 zum Katholizismus. |
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1914 |
bis
1918 "Die Fackel" wird während des Ersten Weltkriegs
mehrmals konfisziert, weil Kraus in ihr eine pazifistische
Haltung vertritt und die österreichische Kriegspolitik
scharf kritisiert. |
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1916 |
Karl
Kraus beginnt mit dem "Theater der Dichtung".
Er rezitiert vollständige dramatische Texte,
um auf das historische Sprachbewußtsein früherer
Zeiten zu verweisen, weil er in seiner eigenen
Epoche die wachsende Sprachlosigkeit
erkennt.
Seine
ersten Gedichte erscheinen in dem Lyrikband
"Worte in Versen" (dem bis 1930 acht weitere
folgen), in denen er ähnlich wie im "Theater
der Dichtung" das in der Gegenwart verlorene
Sprachbewußtsein zu erneuern versucht. |
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1918 |
bis
1919: Sein Antikriegsdrama "Die
letzten Tage der Menschheit" erscheint
in der "Fackel". (Erschien übrigens später
auch in italienischer Sprache: AUTORE Karl Kraus
TITOLO Gli ultimi giorni dell'umanit ). Dieses
dokumentarische Zeitbild vom Untergang der österreichischen
Vorkriegsgesellschaft endet mit einer Warnung
vor dem Untergang der Menschheit.
Veröffentlichung
weiterer Aphorismen in dem Band "Nachts"
sowie Essays in dem Band "Weltgericht".
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1921 |
Karl
Kraus veröffentlicht die Operette "Literatur oder
Man wird doch da sehn", mit der er den Expressionismus
angreift. |
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1923 |
Austritt
aus der katholischen Kirche. |
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1926 |
Karl
Kraus polemisiert in den 20er Jahren besonders
gegen die
Machenschaften der Wiener Polizei und der Presse
sowie gegen den Berliner Theaterkritiker Alfred
Kerr. |
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1932 |
In
Vorlesungen und Artikeln warnt Kraus vor der drohenden
"Entmenschlichung" durch den Nationalsozialismus,
kritisiert aber auch die Politik der Sozialdemokratie.
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1933 |
Mai:
Karl Kraus arbeitet für das Heft "Die dritte
Walpurgisnacht", eine Analyse der Nationalsozialisten
und ihrer Sympathisanten. Er hält die Ausgabe
jedoch zurück, so dass sie vollständig erst 1952
postum publiziert wird. |
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1934 |
Juli:
Teile des geplanten Heftes werden unter dem
Titel "Warum die Fackel nicht erscheint"
veröffentlicht. Karl
Kraus arbeitet an einer Sprachlehre, die er
schon in den 20er Jahren begonnen hatte, die
aber erst 1937 postum unter dem Titel
"Die Sprache" erscheint.
Dabei
begreift er Sprache nicht als ein abstraktes
System,
sondern als ein historisches Sprechen einer
Epoche. |
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1936 |
Februar:
Das letzte Heft der "Fackel" erscheint.
Am
12. Juni 1936 stirbt Karl Kraus in Wien im Alter
von 62 Jahren. |