erfuhr
Morse eine tiefe Kränkung als Künstler,
die er niemals richtig überwunden hat. Der
größte Wunsch im Leben des Samuel Morse
war es, die freigebliebenen Wände der Rotunde
des Capitols in Washington auszumalen.
1837
bewarb er sich vergeblich um diesen Auftrag. Die
Ablehnung war eine große Enttäuschung
für den bekannten Maler. Eine erneute Bewerbung
im Jahre 1849 stieß wiederum auf Ablehnung.
Das
bedeutete eine tiefe, nie überwundene Kränkung
für Samuel Finley Breese Morse: Er schrieb
1849 an seinen Freund Cooper (Autor des "Lederstrumpf"):
"Ich
will nicht als ein Maler
in der Erinnerung fortleben,
denn ich bin nie einer gewesen."
Das
letzte Drittel seines Lebens gehört nicht
mehr der Kunstgeschichte an. Morse hat keine bedeutenden
Bilder mehr gemalt. Die
ganze Kraft, seine gesamte Kreativität und
Erfindungsgabe steckte er jetzt in die Entwicklung
des elektrischen Schreibapparates, das in die
Geschichte als "Morse-Apparat" eingegangen
ist.
Abbildungen
rechts: Susan Walker Morse (The Muse), ca.
1836-1837 Samuel F. B. Morse (1791-1872)
American Metropolitan Museum of Art, New York
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