Odilon Redon Biographie Fortsetzung
Biographie ab 1870 bis 1902

Selbstportrait Odilon Redon

Der Einfluss von Rembrandt ist gut zu erkennen:
Selbstportrait von Odilon Redon
im Alter von 40 Jahren
im Stil von Rembrandt von 1880

Self-Portrait, 1880, oil on canvas, Musée d'Orsay, Paris.

1870 - 1871

nahm er am Krieg teil. Danach siedelte er nach Paris über und nahm dort Anteil am künstlerischen und literarischen Leben. Er beschäftigte sich mit dem Leben und der Malerei von Rembrandt. Odilon Redon reiste auch nach Holland, um dort die Werke von Rembrandt zu studieren.

1878
befasste er sich unter der Anleitung von Fantin-Latour befasste mit der Lithographie. Er tat dies vor allem, damit er seine Kohlezeichnungen verfielfältigen konnte. Er befasste sich zu dieser Zeit ausschliesslich mit schwarz-weißen Arbeiten.
1880
heiratete er Camille Falte.
1881

stellte der Künstler erstmals seine Kohlezeichnungen der letzten Jahre aus.
Die Zeichnungen (1) schockierten die Besucher, der Kritiker Hennequin musste Odilon Redon vor der aufgebrachten Menge schützen.

Er wurde jetzt bekannter und galt als Avantgardist. Odilon Redon lernte den Dichter Mallarme kennen und gehörte bald zu den Symbolisten. Es erschienen Mappen mit Lithographien, die die Träume des Künstlers zum Thema haben.

1879 Dans le Reve
1882 A Edgar Poe
1883 Les Origines
1885 Hommage a Goya
1886 La Nuit.

Bild rechts: Odilon Redon
The Raven, 1882, charcoal, National Gallery of Canada, Ottawa.

Rabe von Redon
1884
leitete er die Gründung der Societe des Independants.
1886
beteiligte sich Odilon Redon an der letzten Ausstellung der Impressionisten. Er stand Gauguin und Seurat nahe. Dann erhielt Redon eine Einladung der Gruppe XXX in Belgien.
1888
entstand die Lithographienfolge "Die Versuchung des heiligen Antonius"
(siehe Surftipp unten auf der Seite).
1889
folgte A Gustave Flaubert und
1890
LesFfleurs du Mal. Jules Destre veröffentlichte im Jahre
1891
den ersten Katalog von Odilon Redons Steindrucken. Er wendete sich verstärkt der Farbe zu. Redon hatte zwar wenige farbige Bilder geschaffen, aber nicht veröffentlicht. Erst waren die Bilder von starken Hell-Dunkel- Kontrasten geprägt, wobei die Dunkelheit dominierte. Später wurden die Kontraste milder und die Farbigkeit insgesamt heller. Daneben entwickelte er aber seine "schwarzen Bilder" weiter: zwischen
1891 und 1899

entstanden die letzten Folgen seiner Lithographien:
1891 Träume
1896 eine weitere Versuchung des heiligen Antonius
(siehe Surftipp unten auf der Seite).
1898 Die Apokalypse des Johannes

Nachdem Gauguin 1891 nach Tahiti abgereist war, wurde Odilon Redon zum Mittelpunkt der jungen Maler der Avantgarde.

1899
ehrten sie ihn mit einer Ausstellung bei Durand-Ruel.
1902
erklärte er öffentlich, dass er keine schwarzweißen Arbeiten mehr schaffen wolle und sich nun ganz der Farbe widmen wolle.

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  • Seite 4 Portrait Violette Heymann von Odilon Redon, 1910, und Die Türkisvase, um 1911
  • Seite 5 Das Gemälde Stille von Odilon Redon, 1911 und ein Gedicht von Susanne Mette
  • Bilder zum Anklicken von Odilon Redon: Flowers
    Späte Arbeit von Odilon Redon, 1903, Oil on canvas, 66 x 54.5 cm;
    Kunstmuseum St. Gallen, Switzerland.
    Frühe Arbeit: Zeichnung von Odilon Redon, Head of a Martyr, 1877, charcoal, Rijksmuseum Kröller-Müller

Übersicht Computergarten 16. - 30. April


SURFTIPPS

Kaum ein Thema faszinierte Künstler europäischer Herkunft so nachhaltig wie die Versuchung des hl. Antonius ein Sujet aus dem christlichen Heiligenleben, das eine achthundertjährige Bildtradition aufweist. Dabei brachte jede Zeit eigene verdrängte Angst- und Wunschvorstellungen bezüglich der Versuchung des asketisch lebenden Eremiten ins Bild. Klassisch wurden dabei Versuchungen in Gestalt von angsterregenden Dämonen (z. B. von Bosch oder Grünewald) oder verlockend sinnlichen nackten Frauen.

Aus den unzähligen Themenvariationen ragen die drei Lithographiefolgen, die der symbolistische Künstler Odilon Redon (1840-1916) Ende des vorigen Jahrhunderts angeregt durch den Roman La Tentation de saint An-toine von Gustave Flaubert als völlig anders- und neuartige Interpretationen heraus.

In seiner Graphik erscheinen erstmals bedrohliche Monstren, die dem Mikroskop entsprungen scheinen. Die Kunsthistorikerin Claudia Müller-Ebeling geht der Frage auf den Grund, wie es zu dieser ungewöhnlichen Gestaltung von Versuchern kommen konnte und warum Redons Blätter ein symptomatischer Ausdruck des ausgehenden 19. Jahrhunderts sind. Welche Rolle spielt die Evolutionstheorie dabei und welchen Einfluß hatten die Entdeckungen von mikroskopischen Krankheitserregern auf Redons Bätter? www.vwb-verlag.com

Linktipp: Edgar Allen Poe: DER RABE
auf der onlinekunst.de Gedichte- Seite
gedichte/edgar_allan_poe.html

 
 

 

http://www.onlinekunst.de/aprilzwei/22_04_redon_bio.html