Der Computergarten am 21. April

Knospen der Kaiserkrone

Drei starke Knospen der Kaiserkrone
für die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Bronte

Digitalfoto von © Inga Schnekenburger vom April 2002


Britische Schriftstellerin

Charlotte Bronte wurde am 21. April 1816 in Thornton in Großbritannien geboren.

Charlotte schrieb schon als Kind Gedichte. Das geschah heimlich. Auch ihre Schwestern Emily und Anne Bronte schrieben. Das war ungewöhnlich. Die Geschwister Charlotte (die älteste), Bramwell (der Bruder, ein Jahr jünger als Charlotte) und Emily (drei Jahre jünger als Charlotte) und die jüngste Anne (vier Jahre jünger als Charlotte) schufen sich eine Traumwelt, die sie "Angria" nannten.
Die Kinder wuchsen in Haworth, einem Dorf in den Hochmooren der englischen Grafschaft Yorkshire, ziemlich isoliert auf.

Der Vater, Patrick Brontë, ein Geistlicher irischer Abstammung übersiedelte 1820 mit seiner Familie nach Haworth, um das dortige Pfarramt zu übernehmen. Durch diese Stellung ist ihm und seiner Familie neben einem minimalen Einkommen das Wohnrecht im Pfarrhaus garantiert. Seit die Mutter, Maria Brontë, 1821 (als Charlotte 5 Jahre alt war) an Krebs gestorben ist und bald darauf die beiden älteren Schwestern Maria und Elizabeth an Tuberkulose starben, sind die Geschwister noch enger zusammengerückt. Die Kinder spinnen sich in die Welt von Angria ein.

Charlotte Brontë

Charlotte Bronte

Pseudonym Currer Bell
21. April 1816
bis 31. März 1855

Charlotte und ihr Bruder Bramwell erstellen für das "Reich Angria" eine Zeitung, in der alle Neuigkeiten stehen. Das halten die Kinder neun Jahre lang durch! Mit 19 Jahren schrieb Charlotte den letzten Artikel für Angria. Als Charlotte 18 Jahre alt ist, wird sie als Lehrerin an ihrer alten Schule Roe Head in Huddersfield eingesetzt. Sie schreibt in ihr Tagebuch, dass sie die Arbeit nicht schätzt. Auch bei ihrer nächsten Arbeitsstelle als Gouvernante in einer reichen Familie fühlt sie sich unglücklich.

Sie plant stattdessen, eine eigene Mädchenschule im Haus ihres Vaters zu eröffnen. Um sich das nötige Wissen anzueignen, geht sie mit 26 Jahren als Lehrerin in ein Pensionat in Brüssel. Dort verliebt sie sich in ihren Direktor. Doch die Liebe bleibt unerwidert. Untröstlich kehrt Charlotte nach Hause zurück. Sie schreibt daraufhin den Roman "Der Lehrer", der Roman wird 1846 veröffentlicht.

Aber aus der geplanten eigenen Mädchenschule im Hause ihres Vaters wird nichts. Das Haus liegt zu abgelegen... 1846 veröffentlichte sie auch gemeinsam mit ihren Schwestern Emily und Anne einen Gedicht-Band, der leider ziemlich erfolglos blieb.

Der Roman "Jane Eyre", der im Oktober 1847 erschien, hatte um so mehr Erfolg, er erschien unter dem männlichen Pseudonym "Currer Bell". In ihrem Roman "Jane Eyre" schildert sie die Lebensbedingungen im Internat und kritisiert bestehende Normen und Konventionen der viktorianischen Gesellschaft.

Es folgten die Romane "Shirley" (1849) und "Villette" (1853) und "The Professor" (1857).

Auch von den Schwestern Emily und Anne werden Bücher veröffentlicht: "Ums Haus der Sturm" und "Sturmhöhe" von Emily Bronte, "Agnes Grey" und "Die Herrin von Wildfell Hall" von Anne Bronte.

Der einzige Bruder Branwell macht den Schwestern Sorgen. Er ist sehr begabt und schreibt auch, ist aber alkohol- und opiumabhängig. Sind die drei starken Schwestern erdrückend für ihn? Im September 1848 stirbt Bramwell.

Die Schwestern Bronte

Die Schwestern: Charlotte, Emily und Anne Bronte

Kurz darauf erkrankt auch Emily. Sie stirbt am 19.12.1848 an Tuberkulose. Nur wenige Tage später geht es auch mit Annes Gesundheit bergab. Anne stirbt nach mehrmonatiger Krankheit am 28. Mai 1849.

Charlotte hatte jetzt alle Geschwister verloren! Sie heiratet mit 38 Jahren im Jahre 1854 Arthur Bell Nicholls, einen Geistlichen. Charlotte Bronte starb am 31. März 1855 an Fieberkrämpfen nach einer schweren Erkältung.

Buchtipps

BUCHTIPP zu den Schwestern Bronte
Das Leben der Brontes

von Elsemarie Maletzke
Broschiert - 510 Seiten - Btb Bei Goldmann
Erscheinungsdatum: August 2000
ISBN: 3442726026

CoverKurzbeschreibung
Wer kennt nicht die Romane der Schwestern Brontë - Emilys "Sturmhöhe«, "Jane Eyre« von Charlotte, "Agnes Grey" von Anne - mit denen sie sich auf einen Schlag in den Kanon der Weltliteratur schrieben. Doch "ihren dauernden Ruhm begründen nicht nur ihre Bücher«, schreibt Elsemarie Maletzke. "Das Leben der Brontës selbst, so sonderbar und so schmerzlich, erscheint wie ein Stück Dichtung," fährt Elsemarie Maletzke fort. "Auf engstem Raum, in einem Pfarrhaus im hintersten Yorkshire wachsen vier verwandte, in ihren Ausformungen jedoch ganz unterschiedliche Talente heran. Selbst der Vater ist ein frustrierter Poet. Es sind vier Geschwister, Anne, sanft und unerschrocken, Emily, das Naturkind, empfindsam und erbarmungslos, ihr Bruder Branwell, der gefallene Star, und Charlotte, die unter ihrer grauseidenen Schicklichkeit ein stürmisches Herz verbirgt."

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Das Leben der Brontes

BUCHTIPP zu den Kaiserkronen
'Kaiserkron und Päonien rot ...'

von Heinz-Dieter Krausch
Gebundene Ausgabe - 500 Seiten - Dölling & Galitz
Erscheinungsdatum: März 2003
ISBN: 3935549237

CoverKurzbeschreibung
Wer Reseda (Nordafrika) und Ranunkeln (Kleinasien), Sommerastern (China), Sommerphlox (Südtexas) und Strohblumen (Australien), Gladiolen (Kap) und Zinnien (Mexiko), Balsaminen (Ostindien), Dahlien (Chimborazo), Verbenen (Argentinien) und Sonnenblumen (Peru) pflanzt, der hat einen Weltgarten. Das haben wir häufig längst vergessen. Wir empfinden die von Reisenden, Botanikern und Pflanzensammlern aus fernen Ländern mitgebrachten Blumen inzwischen als bei uns beheimatet - ein Irrtum, den das Buch gründlich ausräumt. Die erste umfassende Darstellung erzählt in 250 Einzelkapiteln die Geschichte von mehr als 500 Arten der häufigsten Gartenzierpflanzen Mitteleuropas. Sie beschreibt ihr Heimatareal, ihre Entdeckung, Einführung und Ausbreitung in den Gärten Europas, ihre Weiterzüchtung und Kulturgeschichte und ihre Verwendung in Medizin, Volkskunde, Malerei und Dichtung. Die locker geschriebene Darstellung fußt auf eingehender Auswertung von Primärquellen in in- und ausländischen Bibliotheken und Gemälde-sammlungen sowie der wissenschaftlichen Literatur. Erste oder sehr frühe und selten abgebildete Holzschnitte und Kupferstiche bereichern den Text und geben eine Vorstellung davon, wie bescheiden unsere zum Teil inzwischen üppigen Blumen einst in unsere Gärten kamen.

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http://www.onlinekunst.de/aprilzwei/21_04_bronte.html