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Bartolomeo
Veneto: Brustbild der Lucrezia Borgia, Holz, 44 cm x 34 cm,
Frankfurt am Main, Städelsches Kunstinstitut.
Detail: Fünf Frühlingsblumen:
drei Gänseblümchen (Maßliebchen),
eine Glockenblume und eine Hahnenfußblüte.

Bartolomeo
Veneto (nachweisbar 1502 - 1530)
Brustbild der Lucrezia Borgia, Holz, 44 cm
x 34 cm,
Frankfurt am Main, Städelsches Kunstinstitut.
Detail: Die Hand mit drei Gänseblümchen,
einer Glockenblume und einer Hahnenfußblüte.

Bartolomeo
Veneto (nachweisbar 1502 - 1530)
Geboren um 1470/ 1480 in Cremona: Brustbild der Lucrezia Borgia,
Holz, 44 cm x 34 cm, Frankfurt am Main, Städelsches Kunstinstitut. |
Lucrezia
Borgia
Tochter
von Papst Alexander VI., verehel. (Giovanni) Sforza u. (Alfonso)
d'Este.
geboren am 18.
April 1480, gestorben am 24. Juni.
Die Angaben
über den Geburtsort sind unterschiedlich. [ geboren
in Rom am 18. 4. 1480; gestorben in Ferrara
am 24. 6. 1519 (Großer Brockhaus)]
Viermal war sie
verheiratet, zuletzt mit dem Herzog Alfonso I. von Ferrara;
geistvolle Renaissance-Fürstin, die viele Künstler und Gelehrte
an ihren Hof holte. Ihr schlechter Ruf beruht wohl vornehmlich
auf zeitgenössischer Verleumdung.
Lucrezica Borgia
(18.4.1480 - 24.6.1519), war die Tochter des Papstes Alexander
VI. und Schwester des Caesar Borgia, galt bis in die
jüngste Vergangenheit als eine der verrufensten und verderbtesten
Frauen der Weltgeschichte.
Es gab keine Missetat,
die ihr nicht vorgeworfen wurde. Blutschande, Intrigen, Eifersuchtstaten,
unnatürlichste Laster, Mord und Verrat legte man ihr zur Last.
Fast sämtliche
zeitgenössischen Dokumente schildern sie in dieser Weise,
und nachfolgende Biographen übernahmen ohne Bedenken das hässliche
Porträt.
Erst im zweiten
Teil des 19. Jahrhunderts entdeckte man, dass es sich wohl
um üble Verleumdungen handelte. Da erschien eine schöne,
anmutige Frau, vielseitig gebildet und kunstliebend, eine
zärtliche Gattin und Mutter.
Von ihrem ersten
Mann musste sie sich unter politischem Zwang scheiden lassen,
der zweite wurde von ihrem Bruder ermordet, während sie mit
dem dritten, den Herzog von Ferrara, in glücklichster Ehe
lebte.
Nur weil sie aus
dem gehassten Haus Borgia stammte und besonders schön
war, verleumdete man sie bereits zu Lebzeiten auf die übelste
Weise.
Blüten
symbolisieren ganz allgemein Lebenskraft und Lebensfreude,
das Ende des Winters und den Sieg über den Tod.
Die Blütenfarben:
Weiß, Blau., Gelb: Weiße
Blüten bedeuten Unschuld, Reinheit, aber auch Tod, blaue
Blüten bedeuten Geheimnis und innige Hingabe, gelbe Blüten
bedeuten Sonne, Wärme und Gold.
Das Gänseblümchen
ist dreimal vertreten, die anderen Blumen einmal. Das Gänsblümchen
heißt auch Maßliebchen, bellis perennis. Es wird
auch "Marienblümchen", "Liebesblume"
und "Sonnenbraut" genannt.
Die Blume bedeutet
Unvergänglichkeit und ewiges Leben, sie war dem Erzengel
Michael geweiht. Aber das Gänseblümchen bedeutet
(wie die Margerite) auch vergossene Tränen und wie die
Ringelblume bedeutet sie auch Erlösung.
Buchtipp: Borgia.
Roman einer Familie.
von Klabund. Gebundene Ausgabe - 288 Seiten
- Fourier 2003. bei amazon.de: Borgia.
Roman einer Familie.
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