Max Ernst im Computergarten, Seite 2

 

Hommage an Max Ernst von Henry Janok

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Hommage an Max Ernst von Henry Janok


Max Ernst entwickelte die Grattage-Technik aus der Frottage-Technik

Er ging dabei folgendermaßen vor: Verschiedene Farbschichten malte er übereinander. Dann legte Max Ernst Holzbretter mit besonderer Maserung unter die Leinwand. Die Oberfläche der Ölmalerei wurde dann mit dem Palettenmesser abgeschabt. Nun zeichneten sich die im Holz erhabenen Stellen anders ab als die Vertiefungen im Brett. Aus den so entstandenen Strukturen vertiefte er die Wirkung bestimmter Bereiche. Es entstanden Visionen von Landschaften, die eigentümlich realistisch und doch gleichzeitig auf den Betrachter verfremdet wirkten. Die Bäume, die so entstanden, wirken schattenhaft, tot, versteinert. Diese Wirkung war beabsichtigt.

Max Ernst liebte die Bilder von Caspar David Friedrich. In einem Gespräch mit Eduard Roditi ("Ein Mittagessen mit Max Ernst", erschienen in "Der Monat", März 1960): "Tatsache ist, dass Friedrichs Bilder und seine Anschauungen mir, fast seit ich zu malen anfing, immer mehr oder weniger bewusst im Sinn gelegen haben." Hundert Jahre nach Caspar Davids "Fichtenwald im Winter" wachsen hier Wälder als gespenstisch zerklüftete, zu Stein gewordene Bretter in den Himmel. Der helle Lichtring am Himmel erinnert an den Mond in den romantischen Bildern. Doch der Mensch, bei Caspar David Friedrich oft als Rückenfigur die Landschaft betrachtend, fehlt in den Wäldern von Max Ernst. Es gibt keine menschlichen Wesen in diesen Steinwälder, manchmal aber Kobolde, Vogelwesen, Nymphen. Bei Caspar David Friedrich UND bei Max Ernst ist der Wald im Mondschein ein Stimmungsraum, der die Einsamkeit reflektiert.

Aber dieVerzauberung, die durch das Mondlicht geschehen kann, die Sehnsucht nach dem Kosmos, den der Mond auf den Bildern repräsentiert, ist sowohl bei Friedrich wie bei Max Ernst zu spüren. Aber der Wald bei Max Ernst ist jetzt zu einer Barriere geworden, die den Menschen ausschließt, die die ersehnte Vereinigung von Mensch und Natur nicht zulässt. Die Horizontlinie liegt in seinen Kompositionen oft sehr niedrig. Der Betrachter befindet sich auf dem Boden, ist klein, ganz klein. Und der Wald wirkt so groß wie ein Gebirge. 1927 wirkte Max Ernst auch als Schauspieler in dem Film "L age d' or" von Luis Bunuel mit. 1932 -1937 Max Ernst sagt von dieser Zeit: "Viel Steine, wenig Brot". Und die Steine spielten in der Tat eine große Rolle, nicht nur in dem Gemälde "Der versteinerte Wald", sondern er beschäftigte sich auch mit realen Steinen- und bearbeitete sie.

 

Henry Janok, Freunde

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MAX ERNST im Computergarten

  • Seite 1 Beginn der Biographie und eine Arbeit von Inga Schnekenburger für Max Ernst
  • Seite 2 Grattage-Technik / der Frottage-Technik und zwei Arbeiten von Henry Janok für Max Ernst
  • Seite 3 Decalcomanie und zwei Arbeiten von Henry Janok für Max Ernst
  • Seite 4 Vox Angelica und Hommage an Max Ernst von Uwe Kurz und von Hans- Georg Türstig für Max Ernst
  • Seite 5 Das Ende und Links, Ausstellungen und Hommage an Max Ernst von Ingrid Kamerbeek
  • Seite 6 Bücher, Buchempfehlungen und ein Video

 

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