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Der
Computergarten am 11. April
Gewachsene
Keilschrift: Runen- Rinde eines Nadelbaumes
Digitalfoto von Inga Schnekenburger,
fotografiert am 8. April 2000 in einem Wald in Sindelfingen
bei Stuttgart
Sir
Henry Creswicke Rawlinson
britischer Assyriologe und Diplomat
geboren
am 11.4.1810 in Chadlington - gestorben am 5. 3. 1895
in London

Abbildung:
Babylonische Keischrift des Xerxes
Die
Keilschrift wurde im alten Vorderasien, besonders
in Babylonien und Assyrien, verwendet. Meist wurde diese
Schrift mit Rohrkielen in Tafeln aus ungebranntem weichen
Ton eingedrückt und dann gebrannt. Die Schrift
besteht aus anfangs bidlhaften, später stark abstrahierten
Zeichen in Keilform. Mehrere Zeichen als Block geschrieben
ergaben die Darstellung eines Wortes. Das Zeichen für
Wasser und das Zeichen für Mund zusammengenommen
im Block ergaben das Wort: trinken oder Trank.
Aber
nicht nur die abbildhaft darstellbaren Dinge wurden
geschrieben, je nach Zusammenhang konnte das Zeichen
für Mund auch "sprechen" bedeuten. Aus
den Wortzeichen wurden Silbenzeichen hergeleitet. Diese
Silbenzeichen gaben nicht den Sinn, sondern den Klang,
den Laut wieder. Damit wurden dann grammatikalische
Bildungselemente dargestellt.
Zu diesen genannten Wortzeichen und Silbenzeichen kamen
die Deutezeichen hinzu, diese ordneten die Substantive
bestimmten Bedeutungsklassen zu. Von den Hethitern wurde
zusätzlich ein Glossenkeil, ein querliegendes,
keilförmiges Zeichen, besonders zur Kennzeichnung
von Fremdwörtern, geschrieben.
Die Keilschrift verfügte ursprünglich über
mehr als 2000 Zeichen
Später wurden sie auf etwa 500 beschränkt.
Anfangs schrieb man in senkrechten Kolumnen, in Fächern
von links nach rechts. In Steininschriften verfuhr man
so bis 1500 vor Christus. Auf
Ton hingegen wurde schon um 2500 v. Chr. in waagerechten
Zeilen von links nach rechts geschrieben. Die
Keilschrift entstand um 2900 v. Chr.bei den Sumerern
und wurde von anderen Völkern übernommen.
Um 1400v. Chr. war sie die Verkehrsschrift des Alten
Orients. Die Keilschrift konnte sich bis 50 n. Chr.
erhalten. Die aramäische Schrift löste die
Keilschrift ab.
Bild
rechts: Assurbanipal, König von Assyrien (Regierungszeit
667-631 vor Christus), und geflügeltes Wesen.
Assurbanipal besaß eine Bibliothek aus Tontafeln.
Relief Im Besitz der Staatlichen Museen in Berlin.
Am
4. September 1802 deutete der deutsche Sprachwissenschaftler
Georg Friedrich Grotefend (9.Juni 1775 - 15.
Dezember 1853) die Königsnamen in den altpersischen
Keilinschriften.
Es
lag der Göttinger Gesellschaft der Wissenschaften
eine Abhandlung vor ("Praevia de cuneatis
quas vocant inscriptionibus Persepolitanis legendis
et explicandis relatio").
Die
Leistung von Grotefend war ein erster Schritt zur
Entzifferung der Keilschrift.
Sir
Henry Creswicke Rawlinson
lebte
1851 als Generalkonsul in Bagdad. 1837 und 1844 schrieb
er die persischen und elam. Partien der Behistun-(Bisutun,
Behistan) Inschriften ab und entzifferte die altpersische
Schrift völlig.
Besutun (Behistun, Behistan) ist ein Ort 30 km östlich
von Kermanschah im Iran. In einem Felsmassiv ließ
Dareios der Erste Reliefdarstellungen einmeißeln.
Es sind Abbildungen der Könige vor gefesselten
Gefangenen. Der Gott Ahura-Masda thront über
der Szene. Dazu ließ Dareios eine dreisprachige
Tafel anbringen. Es war altpersisch, elamisch und
babylonisch. Diese Inschrift lieferte den Schlüssel
zur Entzifferung der Keilschrift.
Später
entzifferte Sir Henry Creswicke Rawlinson zum größten
Teil die babylonische Keilschrift gemeinsam mit E.
Hincks. Sir
Henry Creswicke Rawlinson starb am 8. 3. 1895 kurz
vor Vollendung des 75. Lebensjahres in London.
Buchtipps
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Bibliothek
des Wissens, Von der Keilschrift zum Internet
Gebundene Ausgabe - 96 Seiten -
Arena 2002. Kurzbeschreibung: Jedes Kapitel umfasst
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Kurze Einleitungstexte als Einstieg in ein Thema
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Empires
of the Plain
Henry Rawlinson and the Lost Languages of Babylon
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Gebundene Ausgabe - 448 Seiten - HarperCollins
2003
Studien
zur Bildung und Entwicklung der Keilschriftzeichen
von Yushu Gong Broschiert - 158 Seiten - Verlag
Dr. Kovac 1993 |
Linktipp:
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