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Es
sind leider nur Fragmente des Nikolaus-Altars
geblieben, die aber die Vollkommenheit seiner
Kunst zeigen: Das Fragment vom Gottvater (jetzt
Neapel) und das Fragment der Madonna (jetzt
Neapel) und ein Engelskopf (jetzt Brescia).
Den Auftrag führte Raffael nachweislich
aus und es ist eine lebendigere Malerei als
die seines Lehrers.
Perugino
war ein guter Lehrmeister, aber seinen Figuren
haftet oft eine manieristische Anmut an, die
Farben wirken leicht süßlich, das
Lächeln in den Gesichtern leicht dümmlich,
der Rhythmus etwas monoton und alles recht abgezirkelt.
Raffael
setzte sich mit den Arbeiten Peruginos intensiv
und kritisch auseinander, aber der Einfluss
von Perugino war sehr stark.
Dennoch fand er seinen eigenen Stil, ansatzweise
bei dem oben erwähnten Nikolausaltar, der
für Citta di Castello bestellt war.
Raffael arbeitete schon als Kind und als Jugendlicher
in einer auserlesenen Umgebung und kam täglich
mit Kunstwerken in Berührung. Der erlesene
Musenhof der Residenz Federigos di Montefeltro,
die Palastarchitektur Lauranas und die malerischen
Meisterwerke von Piero della Francesca, Melozzo
da Forli, Luca Signorelli, Justus van Gent und
Hieronymus Bosch prägten den jungen
Mann.
In seinen Schöpfungen in den Jahren bei
Perugino erreicht das Landschaftselement eine
neue Bedeutung, ebenso verwendet Raffael andere
Farbtöne als sein Lehrmeister.
Raffael verändert
Bilder in seine Sprache
Der Traum des Ritters und die drei Grazien
sind nach Vorlagen von Perugino entstanden,
die Raffael verändert hat. Beim Heiligen
Michael malt Raffael Fabeltiere, die er bei
Hieronymus Bosch gesehen hat, wiederum in seinem
ganz eigenen Stil.
Die Kompositionsmuster
allerdings musste er übernehmen
Aber auf Kartons entwarf Raffael Veränderungen
der Vorlagen auch in der Komposition. Nachdem
Raffael 5 Jahre bei Perugino gearbeitet hatte,
ging er 1504 nach Florenz.
Fortsetzung
der Biographie auf Seite 2 >>
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Der
Maler der Madonnen
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Abbildung
oben: Madonna of the Candelabra.
1513-14 Rafaello Sanzio, Öl
auf Leinwand, 64 x 65,7 cm, Bequest
of Henry Walters, 1931; 37.484 -
Abbildung
links: Raphael (Raffaello
Santi): Die Madonna mit dem Granatapfel,
Im Besitz der Albertina,
Wien - Abbildung unten:
Gemälde von William
Turner zu Ehren von Raffael Öl auf
Leinwand 177 x 335,5 cm
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Rainer
Maria Rilke hat Raffael ein Denkmal gesetzt
in dem Gedicht
"So hat man sie gemalt" |
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Raffael,
begleitet von La Fornarina, arbeitet an
seinen Bildern für die Ausmalung der Loggia,
1820.
Raffaelle, Accompanied by La Fornarina,
Preparing His Pictures for the Decoration
of the Loggia |
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